Übersetzen unter Druck

Seminar in Berlin

Der Bundesverband der Dolmetscher und Übersetzer e. V. (BDÜ) hat sich zu einem bundesweiten Seminaranbieter mit 200 Fortbildungen im Jahr entwickelt. Das Angebot richtet sich speziell an Dolmetscher und Übersetzer: Am 17. und 18. Mai dreht sich beispielsweise im Seminar „Übersetzen unter Druck“ in Berlin alles um wirksame Strategien, mit denen Übersetzer stressige Situationen optimal meistern. Seminarleiter Dr. Gregor Wittke vermittelt, wie Übersetzer in schwierigen Momenten Ruhe bewahren und unter erschwerten Bedingungen gute Arbeit leisten können. Der Diplom-Psychologe arbeitet unter anderem im Gesundheitsdienst des Auswärtigen Amtes und ist auf Stressbewältigung am Arbeitsplatz spezialisiert. Das Seminar findet am Freitag von 18 bis 21 Uhr und am Samstag von 10 bis 17 Uhr im Hotel Art Nouveau in der Leibnizstraße 59 in 10629 Berlin (City West) statt. Die Seminargebühr beträgt 205 Euro. Nähere Informationen sind auf der BDÜ-Website unter www.bdue.de zu finden.

Übersetzer spüren hautnah die Folgen der Globalisierung, denn der Umfang der Übersetzungen nimmt zu und der Zeitdruck steigt. Immer mehr und immer schneller ist zu übersetzen. Oft müssen Übersetzungen von Büchern, Bedienungsanleitungen oder Webseiten in mehreren Sprachen gleichzeitig fertiggestellt sein. All dies kann im Übersetzeralltag zu Stresssituationen führen, insbesondere da mehr als die Hälfte aller Übersetzer in Deutschland selbstständig tätig ist und alleine arbeitet. Etwa 38.000 Dolmetscher und Übersetzer gibt es laut Mikrozensus in Deutschland. Der Markt der Sprachdienstleistungen wächst jedes Jahr um mehr als 10 Prozent.

Mit seinem Seminarangebot trägt der Bundesverband der Dolmetscher und Übersetzer den besonderen Anforderungen der Branche Rechnung. Er unterstützt Freiberufler mit Seminaren zu Themen wie Marketing, Akquise oder Honorarverhandlungen. Für erfahrene Übersetzer bietet der Verband Fortbildungen zu speziellen Fachthemen an: so zum Beispiel „Fahrzeugtechnik“ in München, „Medizinische Fachsprache und Terminologie“ in Leipzig oder „Übersetzen von Arztberichten aus dem spanischen Raum“ in Köln. Die Seminarteilnahme steht allen Interessierten offen. Informationen zu den Seminarangeboten des BDÜ gibt es im Internet unter www.bdue.de.

Quelle: Presseinformation des BDÜ am 24. April 2013
Text: Birgit Golms, www.golms-communications.com
Bildnachweis: Tony Hegewald – pixelio.de

Mit dem Export boomt auch die Übersetzungsbranche

Für deutsche Exporteure war 2012 ein gutes Jahr, wie Zahlen des Statistischen Bundesamtes belegen. Im Windschatten des Außenhandels boomte auch die
Übersetzungsbranche. Experten des US-Beratungsunternehmens Common Sense Advisory schätzen das weltweite Wachstum der Sprachdienstleistungsbranche im Jahr 2012 auf 12 Prozent und das Marktvolumen auf 33,5 Milliarden US-Dollar. Der Bundesverband der
Dolmetscher und Übersetzer e. V. (BDÜ) wollte wissen, wie sich diese Entwicklung in Deutschland bemerkbar macht und führte im Januar eine anonyme Online-Umfrage in den Reihen seiner über 7.000 Mitglieder durch. Gefragt wurde nach der Auftragslage 2012 und der Honorarentwicklung. Ergebnis: 45 Prozent der Befragten gaben an, dass das Auftragsvolumen im Vergleich zum Vorjahr gestiegen ist, bei 23 Prozent blieb es gleich, 32 Prozent verzeichneten einen Auftragsrückgang. Das Honorar stagnierte bei 67 Prozent der Teilnehmer, 24 Prozent erzielten höhere Honorare. Insgesamt beteiligten sich 660 Dolmetscher und Übersetzer an der Kurzumfrage.

„Die steigende Nachfrage zeigt, dass gute Übersetzungen und Dolmetscherleistungen für den Export eine wichtige Rolle spielen“, so BDÜ-Präsident André Lindemann. „Dolmetscher und Übersetzer sind ein wichtiges Zahnrad im Getriebe der Exportwirtschaft.“ Das Umfrageergebnis zeige jedoch auch, dass nicht alle von der höheren Nachfrage profitieren – und das Honorar nicht automatisch wächst. „Übersetzer müssen immer schneller arbeiten und sich einem harten Preiskampf stellen.“ Weit mehr als die Hälfte der 38.000 Dolmetscher und Übersetzer in Deutschland arbeitet laut Mikrozensus 2011 freiberuflich.

Ein Grund für den Preiskampf ist der sogenannte „graue Markt“: Um Übersetzungskosten zu sparen, wählen viele Unternehmen den günstigsten Anbieter aus. Doch diese Strategie geht oft nicht auf. Immer wieder hört der Verband von Fällen, bei denen Übersetzungen – vielleicht schon in Broschüren gedruckt – von Vertriebsleuten in den Auslandsfilialen der Unternehmen als fehlerhaft beanstandet werden. Lindemann: „Übersetzer ist nicht gleich Übersetzer. Die Berufsbezeichnung ist nicht geschützt. Theoretisch kann sich jeder so nennen.“ Schnell könnten schlechte Übersetzungen dann zu Erfolgsbremsen werden.

Der Verband rät Unternehmen, nur mit Profis zusammenzuarbeiten, die für den Beruf qualifiziert sind und Erfahrung in der gewünschten Branche mitbringen. Hilfe bei der Suche nach geprüften Dolmetschern und Übersetzern bietet die Online-Datenbank des Bundesverbandes der Dolmetscher und Übersetzer: Dort lassen sich kostenfrei die Kontaktdaten von über 7.000 Dolmetschern und Übersetzern für mehr als 80 Sprachen nach Fachgebieten recherchieren. Alle dort verzeichneten Sprachexperten sind Mitglied im BDÜ und mussten vor der Aufnahme in den Verband ihre Qualifikation für den Beruf nachweisen (www.bdue.de).

Zur Online-Umfrage: Die Kurzumfrage wurde vom 21.1. bis 27.1.2013 vom Bundesverband der Dolmetscher und Übersetzer (BDÜ) in den Reihen seiner Mitglieder durchgeführt. 660
Dolmetscher und Übersetzer nahmen an der anonymen Befragung teil. Der BDÜ ist mit über 7.000 Mitgliedern die größte berufsständische Vereinigung der Branche in Deutschland und
repräsentiert mehr als 75 Prozent aller organisierten Dolmetscher und Übersetzer. Die Mitglieder des BDÜ sind Einzelpersonen, Agenturen können nicht Mitglied werden.

Quelle: BDÜ, Pressemitteilung vom 31. Januar 2013

 

Professional Translation Services: Rückblick 2012 – Trends 2013

Silvester-Raketen, Böller und Knaller, die vor wenigen Tagen noch die Verkaufsregale zierten, liegen mancherorts noch auf den schneefreien Wegen, Straßen und Brücken herum, doch hat für viele der berufliche Alltag bereits wieder begonnen. Wer zwischen den Jahren keine Zeit oder Muße für einen Jahresrückblick hatte und sich noch keine Gedanken darüber gemacht hat, vor welchen Herausforderungen die Übersetzungsbranche steht, der kann sich von diesem Artikel inspirieren lassen. Herr Armbruster hatte vor einem Jahr einige Trends vorausgesagt, die sich nicht nur auf die Medizin- und Pharmabranche beschränken. Was hat sich heute, ein Jahr später, an seinen Aussagen geändert? Haben sich neue interessante Trends entwickelt? Wohin geht die Reise?

Gastartikel von Siegfried Armbruster, Januar 2013

Im Januar 2012 hatte ich für das Jahr 2011/2012 folgende Aussagen gemacht:

  • Zunehmendes Auftragsvolumen
  • Steigendes Preisniveau für qualifizierte Übersetzungen
  • Soziale Netzwerke gewinnen an Bedeutung
  • Technisierung hilft, aber Definition von Austauschformaten und Workflows muss weiter vorangetrieben werden
  • Die maschinelle Übersetzung hat ihre Versprechungen bisher nicht erfüllt
  • Übersetzerverbände sind gefordert, das Aus- und Weiterbildungsangebot auszubauen
  • Die Interessenvertretung der Übersetzungsbranche muss gestärkt werden

Den kompletten Artikel finden Sie hier.

Nachdem das Jahr 2012 jetzt vorüber ist und die Welt nicht untergegangen ist, macht es Sinn, sich anzuschauen, ob sich bezüglich dieser Aussagen etwas geändert hat, bzw. ob sich neue interessante Trends entwickelt haben.

Auftragsvolumen/Preisniveau – wir könnten zeitnah verlässlichere Daten brauchen

Die ersten zwei Aussagen für den medizinisch/pharmazeutischen Sektor sind meiner Meinung nach immer noch gültig, allerdings basieren sie nur auf Daten einer sehr kleinen Gruppe von LSPs, mit denen ich diesbezüglich im engeren Austausch bin. Allerdings nehme ich in verschiedenen Blogs und Foren zunehmend Stimmen war, die möglicherweise darauf schließen lassen, dass der Markt wesentlich dynamischer sein könnte, wie ich es von meiner Warte aus beurteilen kann. Ich würde mir mehr Informationen über Auftragsvolumina und Preise wünschen. Diese Informationen könnten uns helfen, saisonale und absolute Trends zu identifizieren. Anhand dieser Daten könnte man reagieren und die Daten könnten vielleicht auch dieses, teilweise hysterische Ausmaße annehmende, Hintergrundrauschen über sinkende Preise, das meiner Meinung nach der Industrie schadet, beruhigen.

Soziale Netzwerke/Internetkultur

Die sozialen und professionellen Netzwerk-Tools (Twitter, Facebook, LinkedIn, Xing und Google+) werden immer wichtiger und die bisherigen Übersetzerplattformen (Proz.com, Translatorscafe etc.) verlieren zunehmend an Bedeutung. Dies zeigt sich unter anderem an der steigenden Zahl von Übersetzergruppen z. B. in Facebook, LinkedIn, Xing, über die zunehmend Übersetzungsaufträge vergeben werden, aber auch im Angebot an Weiterbildungsmaßnahmen, die über diese Gruppen angeboten werden. Die Fachverbände wie z. B. der BDÜ sind zwar erst spät in die sozialen Netzwerke eingestiegen, haben aber inzwischen ihre Bedeutung erkannt und präsentieren sich professionell auf diesen Plattformen.

Leider hat diese Entwicklung nicht nur positive Aspekte. Als Freelancer kann man unmöglich alle Gruppen verfolgen, in denen interessante Aufträge angeboten werden, und auch als LSP wird es schwieriger, auf den verschiedenen Plattformen den Spezialisten für einen bestimmten Auftrag zu finden.

Es wird daher nötig werden, Aggregatoren zu entwickeln, die die unterschiedlichen Angebote gebündelt zur Verfügung stellen. Auf Twitter haben wir mit unserem @Translate_Jobs Konto einen ersten Schritt getan, um Jobangebote aus verschiedenen Quellen zusammenzuführen. Ähnliche Angebote bieten wir für Nachrichten aus der Übersetzungsindustrie mit @Translate_News, Interessante Blogs und Ereignisse aus der Übersetzungsindustrie auf @Translate_Blogs und @TranslateEvents.

Diese Lösungen sind leider durch die Möglichkeiten, die Twitter bietet, eingeschränkt, was einer der Gründe ist, weshalb wir für den Bereich Fortbildungsmöglichkeiten unsere Alexandria-Plattform (http://alexandria-library.com) ins Leben gerufen haben.

Technisierung/Interoperabilität/Crowd and Cloud Services

Im Bereich Interoperabilität tut sich Erfreuliches; die beiden Platzhirsche Trados und MemoQ bekommen immer mehr Funktionen, die die Interoperabilität zwischen den einzelnen Programmen verbessern. Da scheint es nur natürlich, dass in der Industrie in den letzten Wochen massiv Kritik an dem abgeschotteten Design von across geäußert wurde. Ich bin da etwas vorsichtiger, da ich durchaus die Notwendigkeit für geschlossene Workflows erkenne und mir eine entsprechende optionale Funktionalität auch bei den anderen Anbietern wünschen würde. Gleichzeitig würde ich mir natürlich auch wünschen, dass sich across öffnet.

Was ich allerdings nicht verstehen kann, ist, wie man als Übersetzer mit den wie Pilze aus dem Boden schießenden Cloud-Services arbeiten kann. Das ist eine TM-Lösung, die dem Übersetzer bisher fast nur Nachteile bringt. Kein eigenes TM, keine Nachverfolgbarkeit der eigenen Arbeit usw. usw.

Maschinelle Übersetzung

Ich hätte gerne ein funktionierendes System. Leider habe ich noch keines gefunden. Mehr ist dazu eigentlich nicht zu sagen. Aber ich bleibe dran. Interessant finde ich zwei Aspekte:

a) Es wird uns Übersetzern immer häufiger erzählt, dass es einen riesigen, ständig wachsenden Markt für schlechte (d. h. Maschinenübersetzungen) gibt. Das ist ja schön für diejenigen, die den Schrott lesen möchten. Beispiele dafür findet man im Internet zur Genüge. Das einzige Problem, das ich dabei sehe, ist, dass die Leser irgendwann tatsächlich anfangen zu glauben, dass das Übersetzungen sind.

b) Ebenso häufig höre ich, dass gut trainierte MT-Systeme inzwischen in begrenzten Domains und bestimmten Sprachpaaren Ergebnisse produzieren, die besser als die von menschlichen Übersetzern sein sollen. Hier ist der spannende Punkt, dass bisher niemand in der Lage war, mir ein derartiges System oder das nachweisbare Ergebnis eines solchen Systems zu zeigen. Im letzten Jahr habe ich mir von einigen MT-Herstellern erklären lassen, wie gut ihre Systeme sind, aber wenn es ans Eingemachte ging, gab es außer irgendwelchen beeindruckenden hohen Scores ohne Aussagewert nichts wirklich Bemerkenswertes.

Nachdem ich Trados Studio mit TMs mit mehreren Millionen Worten und Autosuggest-Dictionaries von bis zu 1 GB Größe aufgerüstet habe, erreiche ich eine Produktivität, bei der ich mich frage, ob ich MT für unsere Sprachpaare und Fachgebiete überhaupt brauche.

Aus- und Weiterbildungsangebot

Es tut sich was. Der BDÜ, der DVÜD und auch andere Anbieter haben das Angebot an online Fortbildungsangeboten deutlich ausgebaut. Da mag es überflüssig erscheinen, dass wir mit einem eigenen Angebot (http://alexandria-library.com) auf den Markt kommen. Mit dem Alexandria Projekt verfolgen wir allerdings mehrere Ziele. Wir möchten damit z. B. eine zentrale Plattform (durch Kollaborationen mit möglichst vielen anderen Anbietern, z. B. Localize.pl aus Polen und Diléal aus Frankreich) schaffen, auf der wir Weiterbildungsangebote und Ressourcen für Berufsanfänger und Spezialisten in den unterschiedlichen Sprachen anbieten. Zusätzlich möchten wir Spezialisten eine Plattform bieten, die es ihnen ermöglicht, sich zu präsentieren, um ihre Reputation in der Industrie und bei zukünftigen Kunden zu verbessern. Und drittens möchten wir so schnell wie möglich damit beginnen, mit dieser Plattform potentielle Kunden auf die Notwendigkeit qualitativ hochwertiger Übersetzungen aufmerksam zu machen, und sie zu schulen, wie sie geeignete Sprachdienstleister identifizieren können, bzw. was sie dazu beitragen können, um optimale Ergebnisse zu erhalten. Noch befinden wir uns in einer frühen Phase, aber wir werden das Angebot schnell erweitern. Über Rückmeldungen und Anregungen würden wir uns freuen, denn schließlich soll Alexandria möglichst vielen Übersetzern und Kunden ein interessantes Angebot bieten.

Interessenvertretung der Übersetzungsbranche

Bisher stelle ich mit Bedauern fest, dass die Übersetzungsverbände viel zu wenig (öffentlichkeitswirksam) unternehmen, um die Industrie nach außen zu repräsentieren. Übersetzer und Übersetzerverbände scheinen mir bisher zu sehr mit sich selbst (d. h. mit Übersetzern) beschäftigt zu sein und gehen viel zu wenig auf mögliche Kunden zu, bei denen der Mangel an Informationen über Übersetzungsqualität, Abläufe und Preise dazu führt, dass sich die Pest der Billigheimer weiter ausbreitet. Es wäre schön zu sehen, wenn sich einige nationale Verbände zu mehr Zusammenarbeit entschließen könnten, und im Bereich Kundenschulung und Repräsentanz nach außen aktiv werden würden. Auch ein gemeinsames europäisches Jobportal der Übersetzungsverbände könnte helfen. Hier hätten Kunden, die nach Sprachdienstleistern suchen, zumindest die Gewissheit, dass die Übersetzer bestimmte Mindestkriterien an Professionalität erfüllen. Den Internetplattformen wie Proz und TC, bei denen sich die ganzen Billiganbieter tummeln, die oft nur schlechte Qualität liefern, würde dadurch das Wasser abgegraben werden, da Kunden auf der Suche nach Qualität endlich ein qualitativ höherwertiges Angebot zur Verfügung hätten.

Schlussfolgerungen

Ich bin mir nicht schlüssig, ob sich 2012 in der Industrie wirklich viel geändert hat, aber ich sehe einen vorsichtigen Trend, dass die Übersetzer langsam mehr Verantwortung für ihr eigenes Schicksal/ihren Erfolg übernehmen und sich aus den Fängen der großen Organisationen/Unternehmen emanzipieren. Diese positive Entwicklung kann 2013 dazu führen, dass sich eine breitere Bewegung organisiert, die uns als Industrie weiter bringt. Es würde mich freuen, wenn wir mit Alexandria und der Trikonf 2013 unseren Beitrag dazu leisten könnten.

Autor: Siegfried Armbruster, GxP Language Services, http://gxplanguageservices.wordpress.com/about/

Fotonachweis: Gerd Altmann, pixelio.de

1.400 Übersetzer und Dolmetscher auf einem Quadratmeter

Passanten in den Hauptbahnhöfen von München, Nürnberg oder Würzburg haben das blau-weiße Plakat mit dem riesigen QR-Code vielleicht schon gesehen: An Rolltreppen und in Unterführungen macht der Landesverband Bayern des Bundesverbandes der Dolmetscher und Übersetzer (BDÜ) jetzt mit dieser ungewöhnlichen Plakataktion auf seine Übersetzerdatenbank aufmerksam. „1.400 Dolmetscher und Übersetzer auf weniger als einem Quadratmeter“ lautet die Überschrift, gefolgt von einem überdimensionalen QR-Code. Smartphone-Besitzer können ihn scannen und gelangen direkt auf die kostenlose Mitgliederdatenbank des Verbandes. Dort stehen die Kontaktdaten von über 1.400 qualifizierten Dolmetschern und Übersetzern in Bayern – für mehr als 40 Sprachen und 400 Fachgebiete. Wer nicht am Plakat vorbeikommt oder kein Smartphone hat, findet die nützliche Datenbank auch auf der BDÜ-Website: www.bdue-bayern.de.
„Mit dem QR-Code ist es jetzt ganz einfach, auch mit mobilen Geräten nach den Kontaktdaten von Dolmetschern oder Übersetzern zu recherchieren“, sagt Martina Hesse-Hujber, Vorsitzende des BDÜ Landesverbandes Bayern. Um das riesige QR-Quadrat zu scannen, müssen Interessierte allerdings einige Schritte zurücktreten. Alternativ gibt es den QR-Code in kleiner Variante unten rechts auf dem Plakat oder auf der Website des Verbandes. Martina Hesse-Hujber: „Die Datenbank mit Dolmetschern und Übersetzern in Bayern ist sehr praktisch. Man kann nicht nur nach Experten für bestimmte Sprachen und Fachgebiete recherchieren, sondern die Suche sogar auf bestimmte Postleitzahlen konzentrieren.“ So lässt sich zum Beispiel schnell ein passender Urkundenübersetzer in der Nähe finden. Alle in der Datenbank verzeichneten Dolmetscher und Übersetzer sind Mitglieder im BDÜ und mussten vor Aufnahme in den Verband ihre Qualifikation für den Beruf nachweisen. Die Mitgliedschaft gilt deshalb als Qualitätssiegel.
Die blau-weißen Plakate hängen noch bis Mitte 2013 in den Hauptbahnhöfen von Augsburg, Aschaffenburg, Erlangen, Nürnberg, Würzburg und München. In der Landeshauptstadt hängen sie außerdem an Rolltreppen vom Rosenheimer Platz, Marienplatz und Karlsplatz (Stachus).

Quelle: Presseinformation des BDÜ am 05.11.2012
Bildnachweis: http://www.bdue-bayern.de/fileadmin/bdue/BDUe_Bayern_QR-Plakat_300.jpg

Bedarf an Übersetzungen steigt

Aktuelle Zahlen der Industrie- und Handelskammern von Bayern zeigen: Bayerns Produkte sind weltweit so gefragt wie nie zuvor. Der Erfolg im Ausland ist nach Ansicht der Vorsitzenden des Bundesverbandes der Dolmetscher und Übersetzer (BDÜ) in Bayern, Martina Hesse-Hujber, untrennbar mit der gelungenen internationalen Kommunikation verbunden. “Gute Übersetzungen sind ein Wirtschaftsfaktor”, so die Vorsitzende des BDÜ Landesverbandes Bayern. “Dolmetscher und Übersetzer schlagen Brücken zwischen Menschen verschiedener Sprachen und Kulturen.” Durch die Globalisierung und den Erfolg von Unternehmen im Ausland steigt auch der Bedarf an Sprachdienstleistungen. Nach Berechnungen des US-Beratungsunternehmen Common Sense Advisory hat die Sprachdienstleistungsbranche in 2012 weltweit ein Volumen von geschätzten 33,5 Milliarden US-Dollar. Die Berater, die auf die Sprachdienstleistungsbranche spezialisiert sind, sagen eine weltweite Wachstumsrate von 12 Prozent voraus.

“Besonders gefragt sind Sprachexperten für Englisch, Französisch und Spanisch”, so Hesse-Hujber. Durch die Übersetzerdatenbank des Verbandes im Internet weiß die Vorsitzende noch genauer, was Unternehmen suchen. “Häufig wird nach Fachübersetzern für Industrie und Technik, aber auch für Recht und Verwaltung recherchiert.” Die kostenlose Datenbank unter www.bdue-bayern.de hilft Unternehmen bei der Suche nach professionellen Dolmetschern und Übersetzern in Bayern. Dort sind die Kontaktdaten von über 1.400 Dolmetschern und Übersetzern für mehr als 400 Fachgebiete und 40 Sprachen zu finden – von Albanisch bis Urdu. Alle in der Datenbank verzeichneten Dolmetscher und Übersetzer sind Mitglied im BDÜ und mussten vor ihrer Aufnahme in den Verband ihre Qualifikation für den Beruf nachweisen. Die BDÜ-Mitgliedschaft gilt deshalb als Qualitätssiegel, denn die Berufsbezeichnung an sich ist nicht geschützt.

Es gibt laut Mikrozensus 2011 des statistischen Bundesamtes 38.000 Dolmetscher und Übersetzer in Deutschland, 25.000 Frauen und 13.000 Männer. Mehr als die Hälfte von ihnen arbeitet freiberuflich. In Bayern leben 6.000 Dolmetscher und Übersetzer, darunter gut 1.400 Angestellte. Der BDÜ Landesverband Bayern mit Sitz in München hat über 1.400 Mitglieder, die Mehrheit ist selbstständig tätig.

Hintergrundinformationen
Zahlen und Fakten zum Außenhandel in Bayern in “Der Außenhandel Bayerns 2011″: http://www.muenchen.ihk.de/de/international/Anhaenge/Der-Aussenhandel-Bayerns-2011.pdf
Weltweite Zahlen: AHK-Weltkonjunkturbericht 2012/2013:
http://www.auwi-bayern.de/2012/ahk-weltkonjunkturbericht-2012-2013.html

Über den BDÜ Landesverband Bayern e. V.
Der Bundesverband der Dolmetscher und Übersetzer e. V. (BDÜ) ist mit über 7.000 Mitgliedern der größte deutsche Berufsverband für Dolmetscher und Übersetzer. Er repräsentiert 75 Prozent aller organisierten Dolmetscher und Übersetzer in Deutschland und vertritt seit 1955 deren Interessen gegenüber Politik, Wirtschaft und Justiz. Eine BDÜ-Mitgliedschaft steht für Qualität, denn alle Mitglieder mussten vor Aufnahme in den Verband ihre fachliche Qualifikation für den Beruf nachweisen. Der BDÜ Landesverband Bayern mit Sitz in München ist mit mehr als 1.400 Mitgliedern der größte Mitgliedsverband des BDÜ. Seine Mitgliederdatenbank im Internet hilft Auftraggebern bei der Suche nach qualifizierten Dolmetschern und Übersetzern in Bayern (www.bdue-bayern.de).

Quelle: Pressemitteilung des BDÜ am 05.12.2012

 

Bildnachweis Plakat:
http://www.bdue-bayern.de/fileadmin/bdue/BDUe_Bayern_QR-Plakat_300.jpg
Bildnachweis BDÜ-Logo:
http://www.bdue-bayern.de/fileadmin/bdue/Pressemitteilungen/Logo.JPG

2. Internationale Fachkonferenz “Übersetzen in die Zukunft”

2. Internationale Fachkonferenz “Übersetzen in die Zukunft”

Berlin, 16. Februar 2012

Der Bundesverband der Dolmetscher und
Übersetzer e. V. (BDÜ) veranstaltet vom 28. bis 30. September 2012 die
2. Internationale Fachkonferenz “Übersetzen in die Zukunft“ in Berlin.
Das Leitthema der diesjährigen Veranstaltung lautet “Dolmetscher und
Übersetzer: Experten für internationale Fachkommunikation”. Damit
rückt der Verband die Expertenkompetenz von Dolmetschern und
Übersetzern sowie den aktuellen Trend zur Spezialisierung in den
Fokus.

Die Teilnehmer können sich aus rund 150 Vorträgen,
Seminaren und Workshops ein individuelles Programm
zusammenstellen. Darunter sind Veranstaltungen zu übergeordneten
Themen wie Marketing und Terminologieverwaltung ebenso wie
Fachvorträge zum Dolmetschen im Gesundheitswesen,
Softwarelokalisierung oder Literaturübersetzen. Eine begleitende
Fachmesse und eine Stellenbörse runden das Tagungsprogramm
ab. Die Fachkonferenz richtet sich an Dolmetscher und Übersetzer –
ob selbstständig tätig oder angestellt. Studierenden gewährt die
Veranstaltung interessante Einblicke in die Berufspraxis.

Der Verband konnte prominente Keynotespeaker für den Kongress
gewinnen. Den Eröffnungsvortrag hält Prof. Dr. Annette Schavan,
Bundesministerin für Bildung und Forschung. “Um sich auf
internationaler Ebene auszutauschen oder um wissenschaftliche
Erkenntnisse in die Gesellschaft zu vermitteln, brauchen
Forscherinnen und Forscher ein Sprachverständnis, das sie
außerhalb ihrer Muttersprache nicht immer haben”, so Schavan. “Oft
geht es darum, neue Ideen und extrem komplexe Zusammenhänge
zu erklären. Hier tragen professionelle Übersetzer zu einem
besseren Verständnis bei.”

Die Online-Anmeldung zur Fachkonferenz ist ab sofort möglich. Der
Veranstalter erwartet 1.500 Teilnehmer aus dem In- und Ausland und
empfiehlt eine zeitige Buchung, denn die Plätze für Seminare und
Workshops sind limitiert. Wer sich bis 31. Mai 2012 anmeldet,
profitiert von einem Frühbucherrabatt. Nähere Informationen zum
Programm der Fachkonferenz und zur Online-Anmeldung gibt es im
Internet unter www.uebersetzen-in-die-zukunft.de.

 

 

 

 

Die Konferenzdaten auf einen Blick:
2. Internationale Fachkonferenz “Übersetzen in die Zukunft”
“Dolmetscher und Übersetzer: Experten für internationale Fachkommunikation”
28. – 30. September 2012
Beginn: Freitag 12.30 Uhr (Einlass ab 9.00 Uhr)
Ende: Sonntag 15.00 Uhr
Freie Universität Berlin
Henry-Ford-Bau, Garystraße 35, 14195 Berlin-Dahlem
www.uebersetzen-in-die-zukunft.de

Über die Fachkonferenz “Übersetzen in die Zukunft”:
Die Internationale Fachkonferenz “Übersetzen in die Zukunft” ist eine Veranstaltung
des Bundesverbandes der Dolmetscher und Übersetzer e. V. (BDÜ). Mit der
Fachkonferenz will der Verband in Europa eine Plattform für den Austausch von
Dolmetschern und Übersetzern aus der ganzen Welt schaffen. Neben Vorträgen,
Seminaren und Workshops gibt es eine Stellenbörse sowie eine Fachmesse. An der
ersten Fachkonferenz im September 2009 nahmen rund 1.600 Teilnehmer aus über
40 Ländern teil. Die BDÜ Weiterbildungs- und Fachverlagsgesellschaft mbH, ein
Tochterunternehmen des BDÜ, ist Organisator der Veranstaltung. Weitere
Informationen zur Veranstaltung gibt es unter www.uebersetzen-in-die-zukunft.de.

Über den Bundesverband der Dolmetscher und Übersetzer e. V. (BDÜ):
Der Bundesverband der Dolmetscher und Übersetzer e. V. (BDÜ) mit Sitz in Berlin
vertritt seit über 50 Jahren die Interessen von Dolmetschern und Übersetzern
gegenüber Politik und Öffentlichkeit. Mit mehr als 7.000 Mitgliedern repräsentiert der
BDÜ über 75 Prozent aller organisierten Dolmetscher und Übersetzer. Er ist damit der
größte Berufsverband für Dolmetscher und Übersetzer in Deutschland und Europa.
Weitere Informationen über den Verband gibt es unter www.bdue.de.

Quelle: Pressemitteilung der BDÜ Weiterbildungs- und Fachverlagsgesellschaft mbH vom 16. Februar 2012