Übersetzen unter Druck

Seminar in Berlin

Der Bundesverband der Dolmetscher und Übersetzer e. V. (BDÜ) hat sich zu einem bundesweiten Seminaranbieter mit 200 Fortbildungen im Jahr entwickelt. Das Angebot richtet sich speziell an Dolmetscher und Übersetzer: Am 17. und 18. Mai dreht sich beispielsweise im Seminar „Übersetzen unter Druck“ in Berlin alles um wirksame Strategien, mit denen Übersetzer stressige Situationen optimal meistern. Seminarleiter Dr. Gregor Wittke vermittelt, wie Übersetzer in schwierigen Momenten Ruhe bewahren und unter erschwerten Bedingungen gute Arbeit leisten können. Der Diplom-Psychologe arbeitet unter anderem im Gesundheitsdienst des Auswärtigen Amtes und ist auf Stressbewältigung am Arbeitsplatz spezialisiert. Das Seminar findet am Freitag von 18 bis 21 Uhr und am Samstag von 10 bis 17 Uhr im Hotel Art Nouveau in der Leibnizstraße 59 in 10629 Berlin (City West) statt. Die Seminargebühr beträgt 205 Euro. Nähere Informationen sind auf der BDÜ-Website unter www.bdue.de zu finden.

Übersetzer spüren hautnah die Folgen der Globalisierung, denn der Umfang der Übersetzungen nimmt zu und der Zeitdruck steigt. Immer mehr und immer schneller ist zu übersetzen. Oft müssen Übersetzungen von Büchern, Bedienungsanleitungen oder Webseiten in mehreren Sprachen gleichzeitig fertiggestellt sein. All dies kann im Übersetzeralltag zu Stresssituationen führen, insbesondere da mehr als die Hälfte aller Übersetzer in Deutschland selbstständig tätig ist und alleine arbeitet. Etwa 38.000 Dolmetscher und Übersetzer gibt es laut Mikrozensus in Deutschland. Der Markt der Sprachdienstleistungen wächst jedes Jahr um mehr als 10 Prozent.

Mit seinem Seminarangebot trägt der Bundesverband der Dolmetscher und Übersetzer den besonderen Anforderungen der Branche Rechnung. Er unterstützt Freiberufler mit Seminaren zu Themen wie Marketing, Akquise oder Honorarverhandlungen. Für erfahrene Übersetzer bietet der Verband Fortbildungen zu speziellen Fachthemen an: so zum Beispiel „Fahrzeugtechnik“ in München, „Medizinische Fachsprache und Terminologie“ in Leipzig oder „Übersetzen von Arztberichten aus dem spanischen Raum“ in Köln. Die Seminarteilnahme steht allen Interessierten offen. Informationen zu den Seminarangeboten des BDÜ gibt es im Internet unter www.bdue.de.

Quelle: Presseinformation des BDÜ am 24. April 2013
Text: Birgit Golms, www.golms-communications.com
Bildnachweis: Tony Hegewald – pixelio.de

Laien im Justizbereich als Übersetzer und Dolmetscher? Nein, danke!

Deutsche Berufsverbände für Dolmetscher und Übersetzer rufen zur Mitzeichnung einer gemeinsamen E-Petition auf. Sie fordern darin eine deutliche Erhöhung der Honorare von Dolmetschern und Übersetzern, die für die Justiz arbeiten. Damit wollen sie auf ein entsprechendes Kostenrechtsmodernisierungsgesetz Einfluss nehmen, über das zurzeit im Bundestag beraten wird. Die Mitzeichnungsfrist läuft noch bis 26. März 2013.

Schon mehr als 2.500 Zeichner hat die E-Petition „Rechtspflegekosten – Erhöhung der Vergütung für Dolmetscher und Übersetzer“, die seit einigen Tagen auf der Website des Bundestages steht. André Lindemann, Präsident des Bundesverbandes der Dolmetscher und Übersetzer e.V. (BDÜ), hat die Petition im Namen der Branchenverbände eingereicht. Darin fordert er als Petent die Erhöhung der Honorare von freiberuflichen Dolmetschern und Übersetzern, die für die Justiz tätig sind. Die Verbände fürchten, dass qualifizierte Sprachmittler sonst langfristig in andere Fachgebiete abwandern und die Justiz zunehmend mit Laiendolmetschern arbeitet. Interessierte können die E-Petition mit der Nummer 37857 bis 26. März online mitzeichnen: https://epetitionen.bundestag.de/content/petitionen/_2012/_11/_15/Petition_37857.html.

Die Honorare der für die Justiz tätigen Dolmetscher und Übersetzer sind durch das Justizvergütungs- und -entschädigungsgesetz (JVEG) aus dem Jahr 2004 geregelt und sollen bis Sommer 2013 novelliert werden. In der E-Petition formulierte Forderungen sind unter anderem:

  • eine deutliche Anhebung der Honorare für Dolmetscher,
  • Zuschläge für Nachtarbeit sowie die Tätigkeit an Sonn- und Feiertagen,
  • die Anpassung des Ausfallhonorars an die marktüblichen Regelungen,
  • eine deutliche Erhöhung der Vergütung für Übersetzer,
  • die Streichung der Vergütungsvereinbarungen nach § 14 JVEG und
  • eine Verpflichtung aller staatlichen Ermittlungsbehörden zur Vergütung nach den Sätzen des JVEG.

Seit Jahren beobachten und kritisieren die Verbände ein schleichendes Absinken der Honorare. Nur ein faires und angemessenes Vergütungssystem kann nach ihrer Überzeugung verhindern, dass sich immer mehr qualifizierte Dolmetscher und Übersetzer von der Arbeit für die Justiz verabschieden und zunehmend Laien als Dolmetscher und Übersetzer zum Einsatz kommen – mit entsprechend mangelhaften Leistungen und negativen Konsequenzen für alle an einem Verfahren beteiligten Parteien. „Die Qualität der Sprachmittlung in Straf- und Zivilverfahren ist von elementarer rechtsstaatlicher Bedeutung“, so BDÜ-Präsident André Lindemann. „Es geht um die Sicherung der Rechte der Betroffenen, Menschenwürde und Gerechtigkeit.“ Von der Qualität der Arbeit eines
Gerichtsdolmetschers könne ein Freispruch oder eine Verurteilung abhängen, ein Fehler könne schwerwiegende Folgen haben. Laut Grundgesetz hat jeder Beteiligte in einem Verfahren das Recht auf einen Dolmetscher oder Übersetzer, wenn er der deutschen Sprache nicht hinreichend mächtig ist. Der Verband schätzt, dass in jedem fünften Verfahren in Deutschland ein Gerichtsdolmetscher im Einsatz ist. Ein Direktlink zur E-Petition ist auch auf der BDÜ-Website unter „Aktuelles“ zu finden (www.bdue.de).

Die an der Erarbeitung der Petition beteiligten Berufsverbände sind:

  • BDÜ (Bundesverband der Dolmetscher und Übersetzer),
  • ADÜ Nord (Assoziierte Dolmetscher und Übersetzer in Norddeutschland),
  • ATICOM (Fachverband der Berufsübersetzer und Berufsdolmetscher),
  • VÜD (Verband der Übersetzer und Dolmetscher),
  • VVU BW (Verband der allgemein beeidigten Verhandlungsdolmetscher und der öffentlich bestellten und beeidigten Urkundenübersetzer in Baden-Württemberg) und
  • ABDÜ (Verein öffentlich bestellter und allgemein beeidigter Dolmetscher und Übersetzer Sachsen-Anhalt).
Quelle: Presseinformation des BDÜ am 7. März 2013

Bildnachweis: Gerd Altmann – pixelio.de

Mit dem Export boomt auch die Übersetzungsbranche

Für deutsche Exporteure war 2012 ein gutes Jahr, wie Zahlen des Statistischen Bundesamtes belegen. Im Windschatten des Außenhandels boomte auch die
Übersetzungsbranche. Experten des US-Beratungsunternehmens Common Sense Advisory schätzen das weltweite Wachstum der Sprachdienstleistungsbranche im Jahr 2012 auf 12 Prozent und das Marktvolumen auf 33,5 Milliarden US-Dollar. Der Bundesverband der
Dolmetscher und Übersetzer e. V. (BDÜ) wollte wissen, wie sich diese Entwicklung in Deutschland bemerkbar macht und führte im Januar eine anonyme Online-Umfrage in den Reihen seiner über 7.000 Mitglieder durch. Gefragt wurde nach der Auftragslage 2012 und der Honorarentwicklung. Ergebnis: 45 Prozent der Befragten gaben an, dass das Auftragsvolumen im Vergleich zum Vorjahr gestiegen ist, bei 23 Prozent blieb es gleich, 32 Prozent verzeichneten einen Auftragsrückgang. Das Honorar stagnierte bei 67 Prozent der Teilnehmer, 24 Prozent erzielten höhere Honorare. Insgesamt beteiligten sich 660 Dolmetscher und Übersetzer an der Kurzumfrage.

„Die steigende Nachfrage zeigt, dass gute Übersetzungen und Dolmetscherleistungen für den Export eine wichtige Rolle spielen“, so BDÜ-Präsident André Lindemann. „Dolmetscher und Übersetzer sind ein wichtiges Zahnrad im Getriebe der Exportwirtschaft.“ Das Umfrageergebnis zeige jedoch auch, dass nicht alle von der höheren Nachfrage profitieren – und das Honorar nicht automatisch wächst. „Übersetzer müssen immer schneller arbeiten und sich einem harten Preiskampf stellen.“ Weit mehr als die Hälfte der 38.000 Dolmetscher und Übersetzer in Deutschland arbeitet laut Mikrozensus 2011 freiberuflich.

Ein Grund für den Preiskampf ist der sogenannte „graue Markt“: Um Übersetzungskosten zu sparen, wählen viele Unternehmen den günstigsten Anbieter aus. Doch diese Strategie geht oft nicht auf. Immer wieder hört der Verband von Fällen, bei denen Übersetzungen – vielleicht schon in Broschüren gedruckt – von Vertriebsleuten in den Auslandsfilialen der Unternehmen als fehlerhaft beanstandet werden. Lindemann: „Übersetzer ist nicht gleich Übersetzer. Die Berufsbezeichnung ist nicht geschützt. Theoretisch kann sich jeder so nennen.“ Schnell könnten schlechte Übersetzungen dann zu Erfolgsbremsen werden.

Der Verband rät Unternehmen, nur mit Profis zusammenzuarbeiten, die für den Beruf qualifiziert sind und Erfahrung in der gewünschten Branche mitbringen. Hilfe bei der Suche nach geprüften Dolmetschern und Übersetzern bietet die Online-Datenbank des Bundesverbandes der Dolmetscher und Übersetzer: Dort lassen sich kostenfrei die Kontaktdaten von über 7.000 Dolmetschern und Übersetzern für mehr als 80 Sprachen nach Fachgebieten recherchieren. Alle dort verzeichneten Sprachexperten sind Mitglied im BDÜ und mussten vor der Aufnahme in den Verband ihre Qualifikation für den Beruf nachweisen (www.bdue.de).

Zur Online-Umfrage: Die Kurzumfrage wurde vom 21.1. bis 27.1.2013 vom Bundesverband der Dolmetscher und Übersetzer (BDÜ) in den Reihen seiner Mitglieder durchgeführt. 660
Dolmetscher und Übersetzer nahmen an der anonymen Befragung teil. Der BDÜ ist mit über 7.000 Mitgliedern die größte berufsständische Vereinigung der Branche in Deutschland und
repräsentiert mehr als 75 Prozent aller organisierten Dolmetscher und Übersetzer. Die Mitglieder des BDÜ sind Einzelpersonen, Agenturen können nicht Mitglied werden.

Quelle: BDÜ, Pressemitteilung vom 31. Januar 2013

 

1.400 Übersetzer und Dolmetscher auf einem Quadratmeter

Passanten in den Hauptbahnhöfen von München, Nürnberg oder Würzburg haben das blau-weiße Plakat mit dem riesigen QR-Code vielleicht schon gesehen: An Rolltreppen und in Unterführungen macht der Landesverband Bayern des Bundesverbandes der Dolmetscher und Übersetzer (BDÜ) jetzt mit dieser ungewöhnlichen Plakataktion auf seine Übersetzerdatenbank aufmerksam. „1.400 Dolmetscher und Übersetzer auf weniger als einem Quadratmeter“ lautet die Überschrift, gefolgt von einem überdimensionalen QR-Code. Smartphone-Besitzer können ihn scannen und gelangen direkt auf die kostenlose Mitgliederdatenbank des Verbandes. Dort stehen die Kontaktdaten von über 1.400 qualifizierten Dolmetschern und Übersetzern in Bayern – für mehr als 40 Sprachen und 400 Fachgebiete. Wer nicht am Plakat vorbeikommt oder kein Smartphone hat, findet die nützliche Datenbank auch auf der BDÜ-Website: www.bdue-bayern.de.
„Mit dem QR-Code ist es jetzt ganz einfach, auch mit mobilen Geräten nach den Kontaktdaten von Dolmetschern oder Übersetzern zu recherchieren“, sagt Martina Hesse-Hujber, Vorsitzende des BDÜ Landesverbandes Bayern. Um das riesige QR-Quadrat zu scannen, müssen Interessierte allerdings einige Schritte zurücktreten. Alternativ gibt es den QR-Code in kleiner Variante unten rechts auf dem Plakat oder auf der Website des Verbandes. Martina Hesse-Hujber: „Die Datenbank mit Dolmetschern und Übersetzern in Bayern ist sehr praktisch. Man kann nicht nur nach Experten für bestimmte Sprachen und Fachgebiete recherchieren, sondern die Suche sogar auf bestimmte Postleitzahlen konzentrieren.“ So lässt sich zum Beispiel schnell ein passender Urkundenübersetzer in der Nähe finden. Alle in der Datenbank verzeichneten Dolmetscher und Übersetzer sind Mitglieder im BDÜ und mussten vor Aufnahme in den Verband ihre Qualifikation für den Beruf nachweisen. Die Mitgliedschaft gilt deshalb als Qualitätssiegel.
Die blau-weißen Plakate hängen noch bis Mitte 2013 in den Hauptbahnhöfen von Augsburg, Aschaffenburg, Erlangen, Nürnberg, Würzburg und München. In der Landeshauptstadt hängen sie außerdem an Rolltreppen vom Rosenheimer Platz, Marienplatz und Karlsplatz (Stachus).

Quelle: Presseinformation des BDÜ am 05.11.2012
Bildnachweis: http://www.bdue-bayern.de/fileadmin/bdue/BDUe_Bayern_QR-Plakat_300.jpg

Bedarf an Übersetzungen steigt

Aktuelle Zahlen der Industrie- und Handelskammern von Bayern zeigen: Bayerns Produkte sind weltweit so gefragt wie nie zuvor. Der Erfolg im Ausland ist nach Ansicht der Vorsitzenden des Bundesverbandes der Dolmetscher und Übersetzer (BDÜ) in Bayern, Martina Hesse-Hujber, untrennbar mit der gelungenen internationalen Kommunikation verbunden. “Gute Übersetzungen sind ein Wirtschaftsfaktor”, so die Vorsitzende des BDÜ Landesverbandes Bayern. “Dolmetscher und Übersetzer schlagen Brücken zwischen Menschen verschiedener Sprachen und Kulturen.” Durch die Globalisierung und den Erfolg von Unternehmen im Ausland steigt auch der Bedarf an Sprachdienstleistungen. Nach Berechnungen des US-Beratungsunternehmen Common Sense Advisory hat die Sprachdienstleistungsbranche in 2012 weltweit ein Volumen von geschätzten 33,5 Milliarden US-Dollar. Die Berater, die auf die Sprachdienstleistungsbranche spezialisiert sind, sagen eine weltweite Wachstumsrate von 12 Prozent voraus.

“Besonders gefragt sind Sprachexperten für Englisch, Französisch und Spanisch”, so Hesse-Hujber. Durch die Übersetzerdatenbank des Verbandes im Internet weiß die Vorsitzende noch genauer, was Unternehmen suchen. “Häufig wird nach Fachübersetzern für Industrie und Technik, aber auch für Recht und Verwaltung recherchiert.” Die kostenlose Datenbank unter www.bdue-bayern.de hilft Unternehmen bei der Suche nach professionellen Dolmetschern und Übersetzern in Bayern. Dort sind die Kontaktdaten von über 1.400 Dolmetschern und Übersetzern für mehr als 400 Fachgebiete und 40 Sprachen zu finden – von Albanisch bis Urdu. Alle in der Datenbank verzeichneten Dolmetscher und Übersetzer sind Mitglied im BDÜ und mussten vor ihrer Aufnahme in den Verband ihre Qualifikation für den Beruf nachweisen. Die BDÜ-Mitgliedschaft gilt deshalb als Qualitätssiegel, denn die Berufsbezeichnung an sich ist nicht geschützt.

Es gibt laut Mikrozensus 2011 des statistischen Bundesamtes 38.000 Dolmetscher und Übersetzer in Deutschland, 25.000 Frauen und 13.000 Männer. Mehr als die Hälfte von ihnen arbeitet freiberuflich. In Bayern leben 6.000 Dolmetscher und Übersetzer, darunter gut 1.400 Angestellte. Der BDÜ Landesverband Bayern mit Sitz in München hat über 1.400 Mitglieder, die Mehrheit ist selbstständig tätig.

Hintergrundinformationen
Zahlen und Fakten zum Außenhandel in Bayern in “Der Außenhandel Bayerns 2011″: http://www.muenchen.ihk.de/de/international/Anhaenge/Der-Aussenhandel-Bayerns-2011.pdf
Weltweite Zahlen: AHK-Weltkonjunkturbericht 2012/2013:
http://www.auwi-bayern.de/2012/ahk-weltkonjunkturbericht-2012-2013.html

Über den BDÜ Landesverband Bayern e. V.
Der Bundesverband der Dolmetscher und Übersetzer e. V. (BDÜ) ist mit über 7.000 Mitgliedern der größte deutsche Berufsverband für Dolmetscher und Übersetzer. Er repräsentiert 75 Prozent aller organisierten Dolmetscher und Übersetzer in Deutschland und vertritt seit 1955 deren Interessen gegenüber Politik, Wirtschaft und Justiz. Eine BDÜ-Mitgliedschaft steht für Qualität, denn alle Mitglieder mussten vor Aufnahme in den Verband ihre fachliche Qualifikation für den Beruf nachweisen. Der BDÜ Landesverband Bayern mit Sitz in München ist mit mehr als 1.400 Mitgliedern der größte Mitgliedsverband des BDÜ. Seine Mitgliederdatenbank im Internet hilft Auftraggebern bei der Suche nach qualifizierten Dolmetschern und Übersetzern in Bayern (www.bdue-bayern.de).

Quelle: Pressemitteilung des BDÜ am 05.12.2012

 

Bildnachweis Plakat:
http://www.bdue-bayern.de/fileadmin/bdue/BDUe_Bayern_QR-Plakat_300.jpg
Bildnachweis BDÜ-Logo:
http://www.bdue-bayern.de/fileadmin/bdue/Pressemitteilungen/Logo.JPG

2. Internationale Fachkonferenz “Übersetzen in die Zukunft”

2. Internationale Fachkonferenz “Übersetzen in die Zukunft”

Berlin, 16. Februar 2012

Der Bundesverband der Dolmetscher und
Übersetzer e. V. (BDÜ) veranstaltet vom 28. bis 30. September 2012 die
2. Internationale Fachkonferenz “Übersetzen in die Zukunft“ in Berlin.
Das Leitthema der diesjährigen Veranstaltung lautet “Dolmetscher und
Übersetzer: Experten für internationale Fachkommunikation”. Damit
rückt der Verband die Expertenkompetenz von Dolmetschern und
Übersetzern sowie den aktuellen Trend zur Spezialisierung in den
Fokus.

Die Teilnehmer können sich aus rund 150 Vorträgen,
Seminaren und Workshops ein individuelles Programm
zusammenstellen. Darunter sind Veranstaltungen zu übergeordneten
Themen wie Marketing und Terminologieverwaltung ebenso wie
Fachvorträge zum Dolmetschen im Gesundheitswesen,
Softwarelokalisierung oder Literaturübersetzen. Eine begleitende
Fachmesse und eine Stellenbörse runden das Tagungsprogramm
ab. Die Fachkonferenz richtet sich an Dolmetscher und Übersetzer –
ob selbstständig tätig oder angestellt. Studierenden gewährt die
Veranstaltung interessante Einblicke in die Berufspraxis.

Der Verband konnte prominente Keynotespeaker für den Kongress
gewinnen. Den Eröffnungsvortrag hält Prof. Dr. Annette Schavan,
Bundesministerin für Bildung und Forschung. “Um sich auf
internationaler Ebene auszutauschen oder um wissenschaftliche
Erkenntnisse in die Gesellschaft zu vermitteln, brauchen
Forscherinnen und Forscher ein Sprachverständnis, das sie
außerhalb ihrer Muttersprache nicht immer haben”, so Schavan. “Oft
geht es darum, neue Ideen und extrem komplexe Zusammenhänge
zu erklären. Hier tragen professionelle Übersetzer zu einem
besseren Verständnis bei.”

Die Online-Anmeldung zur Fachkonferenz ist ab sofort möglich. Der
Veranstalter erwartet 1.500 Teilnehmer aus dem In- und Ausland und
empfiehlt eine zeitige Buchung, denn die Plätze für Seminare und
Workshops sind limitiert. Wer sich bis 31. Mai 2012 anmeldet,
profitiert von einem Frühbucherrabatt. Nähere Informationen zum
Programm der Fachkonferenz und zur Online-Anmeldung gibt es im
Internet unter www.uebersetzen-in-die-zukunft.de.

 

 

 

 

Die Konferenzdaten auf einen Blick:
2. Internationale Fachkonferenz “Übersetzen in die Zukunft”
“Dolmetscher und Übersetzer: Experten für internationale Fachkommunikation”
28. – 30. September 2012
Beginn: Freitag 12.30 Uhr (Einlass ab 9.00 Uhr)
Ende: Sonntag 15.00 Uhr
Freie Universität Berlin
Henry-Ford-Bau, Garystraße 35, 14195 Berlin-Dahlem
www.uebersetzen-in-die-zukunft.de

Über die Fachkonferenz “Übersetzen in die Zukunft”:
Die Internationale Fachkonferenz “Übersetzen in die Zukunft” ist eine Veranstaltung
des Bundesverbandes der Dolmetscher und Übersetzer e. V. (BDÜ). Mit der
Fachkonferenz will der Verband in Europa eine Plattform für den Austausch von
Dolmetschern und Übersetzern aus der ganzen Welt schaffen. Neben Vorträgen,
Seminaren und Workshops gibt es eine Stellenbörse sowie eine Fachmesse. An der
ersten Fachkonferenz im September 2009 nahmen rund 1.600 Teilnehmer aus über
40 Ländern teil. Die BDÜ Weiterbildungs- und Fachverlagsgesellschaft mbH, ein
Tochterunternehmen des BDÜ, ist Organisator der Veranstaltung. Weitere
Informationen zur Veranstaltung gibt es unter www.uebersetzen-in-die-zukunft.de.

Über den Bundesverband der Dolmetscher und Übersetzer e. V. (BDÜ):
Der Bundesverband der Dolmetscher und Übersetzer e. V. (BDÜ) mit Sitz in Berlin
vertritt seit über 50 Jahren die Interessen von Dolmetschern und Übersetzern
gegenüber Politik und Öffentlichkeit. Mit mehr als 7.000 Mitgliedern repräsentiert der
BDÜ über 75 Prozent aller organisierten Dolmetscher und Übersetzer. Er ist damit der
größte Berufsverband für Dolmetscher und Übersetzer in Deutschland und Europa.
Weitere Informationen über den Verband gibt es unter www.bdue.de.

Quelle: Pressemitteilung der BDÜ Weiterbildungs- und Fachverlagsgesellschaft mbH vom 16. Februar 2012

Wie viel XING darf es sein?

Wenige Tage vor Weihnachten 2011 blieb die „weiße Pracht“ zwar aus, doch dafür hagelte es Beitritte in der im Mai 2011 auf XING gegründeten BDÜ-Gruppe. Das deutsche Unternehmen XING – bis 2006 „openBC“ – ist eine webbasierte Plattform für geschäftliches Netzwerken, das sich im deutschsprachigen Raum großer Beliebtheit erfreut. Der Name „XING“ wurde aus Gründen der Internationalisierung gewählt und bedeutet auf Chinesisch so viel wie „es funktioniert“, „es klappt“; auf Englisch steht „XING“ für „crossing“ (Kreuzung), was als Begegnung von Geschäftskontakten gesehen werden kann. Nach einem Rundbrief des BDÜ an seine Mitglieder hatten ungefähr 500 Übersetzer und Dolmetscher das Potenzial der BDÜ-Gruppe auf XING erkannt. Innerhalb von weniger als 24 Stunden schnellte die Mitgliederzahl von 250 auf 750. Das ist rekordverdächtig! Mitte Januar wurde das 1000. Gruppenmitglied begrüßt, Tendenz weiter steigend – momentan stehen wir kurz vor 1.100.

Worauf ist dieses große Interesse zurückzuführen?

Social Media Marketing ist schon längst kein Hype mehr. Ein Allheilmittel ist es auch nicht, aber es hat sich im unternehmerischen Alltag etabliert. Eingefleischte Social-Media-Befürworter behaupten sogar, dass eine Enthaltsamkeit gleichzusetzen sei mit Nichtexistenz des Unternehmens. Wohlgemerkt, auch Freiberufler sind Unternehmer. Folglich stellt sich nicht die Frage, ob man „mitmacht“, sondern wie – und welche Ziele man verfolgen möchte. Die Social-Media-„Kanäle“ XING, LinkedIn, Twitter, Facebook, Google+, YouTube und flickr, um einige Schwergewichte der Internetbranche zu nennen, können durch ein als „Schaltzentrale“ („Hub“) dienendes Weblog (Blog) miteinander verknüpft werden, um den zeitlichen Aufwand zu reduzieren. Ob man wirklich überall vertreten sein und „mitmachen“ muss, das sei einmal dahin gestellt. Die Meinungen gehen hier weit auseinander. Letztlich muss dies jeder für sich selbst und für sein Unternehmen entscheiden.

Auf dieses komplexe Thema geht eine Kollegin in Kürze näher ein. Im heutigen Newsletter geht es um den BDÜ und die BDÜ-Gruppe auf XING, um die Chancen, die sich daraus ergeben. Die anderen Social-Media-„Kanäle“ bleiben zunächst außen vor.

Während zur verbandsinternen Plattform MeinBDÜ ausschließlich BDÜ-Mitglieder Zugang haben, ist die BDÜ-Gruppe auf XING eine offene, d. h. für jedermann sichtbare Gruppe ohne Zugangsrestriktionen. Jeder hat zumindest lesenden Zugriff auf die Foren. Jeder kann der Gruppe beitreten, auch Kunden und Interessenten, CAT-Tool-Hersteller, Anwälte, Hochschulabsolventen und Studenten usw. Die im „BDÜ-Space“ abgeschotteten BDÜ-Mitglieder sind nicht mehr ausschließlich unter sich und können die Chancen der öffentlichen Vernetzung und Vermarktung eher zu ihrem Vorteil nutzen, da sie auch von der externen Welt (potenzielle Kunden weltweit!) wahrgenommen werden. Bei 11 Mio. XING-Mitgliedern ist das Potenzial riesig.

Doch eins sei vorweggenommen: Das bloße Anlegen eines Profils führt in der Regel zu Enttäuschungen. Wer wahrgenommen werden möchte, beteiligt sich an Diskussionen, schreibt einen Beitrag in einem Forum, unterstützt einen Kollegen bei der Lösung eines Problems, verweist auf eine interessante Veranstaltung, gibt Fachliteraturtipps, schreibt einen Newsletter usw. Das Geben als Kernphilosophie aller geschäftlichen Netzwerke steht stets im Vordergrund der Online-Aktivitäten – das gilt auch auf XING. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis das Geben Früchte trägt. Darüber hinaus kann das Gruppenmitglied seine eigene Marke entwickeln bzw. weiterentwickeln. Dass das nicht von heute auf morgen und ohne Zeitaufwand geht, versteht sich von selbst. Präsenz, Sichtbarkeit und Aktivität lauten die Zauberworte.

Zusammengefasst bietet die BDÜ-Gruppe auf XING ihren Mitgliedern und somit auch dem BDÜ eine Reihe von Chancen:

Mehr Transparenz und Steigerung des Bekanntheitsgrades

Der BDÜ wird transparenter und steigert seinen Bekanntheitsgrad – auch im Ausland. Davon profitieren auch seine Mitglieder. „BDÜ“ wird zu einer internationalen Marke. Kunden und Interessenten erhalten Einblicke in die Arbeitswelt und Herausforderungen der Übersetzer und Dolmetscher, da die Gruppe öffentlich und für jeden zugänglich ist. Das Bewusstsein in der Öffentlichkeit wird dahingehend geschärft, dass professionelles Übersetzen und Dolmetschen nicht mit maschineller Übersetzung oder Wörterbuchwälzen gleichzusetzen ist, sondern ein anspruchsvoller Beruf, der vielfältige Talente und Fähigkeiten erfordert.

Einfache Kontaktaufnahme zu anderen Mitgliedern und Geschäftsanbahnung

XING ist eine webbasierte Plattform für geschäftliches Netzwerken. Die Gruppenmitglieder nehmen unkompliziert Kontakt miteinander auf, sie vernetzen sich, tauschen sich aus, stellen Informationen mit Mehrwert zur Verfügung, lernen sich gegenseitig kennen und vertrauen einander. Durch die Forendiskussionen kann sich jeder ein Bild von den anderen Mitgliedern machen. Kunden und Interessenten lernen potenzielle Dienstleister kennen und treten mit Anfragen und Aufträgen an sie heran, Geschäftspartnerschaften entstehen. Ein Engagement ist eine einfache Möglichkeit zur Eigenpräsentation in einem geschäftsorientierten Ambiente.

Engagement in der BDÜ-Gruppe ist Kommunikation und Marketing

Je aktiver und engagierter sich ein Mitglied einbringt – in puncto Ton, Nutzwert, Reaktionsschnelligkeit und Häufigkeit – desto effektiver das Marketing. Überlegen Sie, welche Informationen für Kollegen, Kunden und Interessenten relevant sein können und Mehrwert darstellen. Geben Sie Wissen weiter. Verkaufen Sie nicht Ihre Dienstleistungen. „People don’t like to be sold, but they love to buy”. XING ist nicht der richtige „Ort“ für einen Sales-Pitch. Kommentare von anderen Mitgliedern bedeuten „Mitmachen“. Interaktion ist das Beste, was Ihnen passieren kann. Und denken Sie immer daran: Auch Kollegen sind potenzielle Kunden und Referenzgeber.

Kanalisieren und Filtern von Informationen

Wertvolle Inhalte im Internet zu finden kann schwieriger sein als die Suche nach der Stecknadel im Heuhaufen. Was Sprachmittler benötigen, sind nicht mehr Inhalte, sondern gute „Filter“, die schnell und zuverlässig zu den wertvollen Informationen führen, die das Internet zu bieten hat. Andere Sprachmittler sind die besten „Filter“. Der Trendbegriff dafür heißt „Kanalisieren“. Auf einen Link aus dem eigenen Kollegenkreis klickt man eher als auf einen Link von einem Unbekannten.

Schutz der Privatsphäre – Einstellungen

Es mag paradox klingen, einerseits eine öffentliche Bühne zu betreten und sich „in die Karten schauen“ zu lassen und sich andererseits Gedanken über den Datenschutz zu machen. Auf XING ist beides möglich. Sie können über die Funktion „Einstellungen“, die XING bietet, Ihre Privatsphäre je nach Bedürfnis konfigurieren, z. B. ob Ihre Beiträge von Suchmaschinen gefunden werden sollen oder ob Sie in Beiträgen namentlich zitiert werden möchten usw. Wie viel Sie von sich preisgeben, entscheiden Sie allein. Neuen XING- bzw. Gruppenmitgliedern sei empfohlen, gleich nach der Anmeldung die Einstellungen zur Privatsphäre anzupassen. Wer auf XING „anonym“ bleiben will, kann das durchaus sein, nur wird damit die Chance auf weitreichende geschäftliche Kontakte drastisch verringert, was nicht im Sinne der BDÜ-Gruppe ist.

Entscheiden Sie sich fürs Mitmachen, ganz nach dem Vorbild von Jeffrey Gitomer:
I give value first. I help other people. I strive to be the best at what I love to do.
I establish long term relationships with everyone. I have fun and I do that every day.

Autor: Aniello Scognamiglio

Der Artikel ist heute als Newsletter in der Gruppe “BDÜ – Bundesverband der Dolmetscher und Übersetzer” auf XING verschienen.

Der Artikel wurde im MDÜ (Fachzeitschrift für Übersetzer und Dolmetscher), Ausgabe 1/12, unter dem Titel “Und jetzt auch noch XING!?” veröffentlicht: 46_47_mdue_2012_0114_xing_gruppe.pdf

Das MDÜ können Sie über den Fachverband BDÜ beziehen: www. bdue.de, Rubrik “Fachzeitschrift MDÜ”.

Fotonachweis: Gerd Altmann (pixelio.de)

Der BDÜ auf XING zählt jetzt schon über 1.000 Gruppenmitglieder

Wenige Tage vor Weihnachten 2011 blieb der angekündigte Schnee in München zwar aus, doch dafür hagelte es Beitritte in der Ende Mai 2011 gegründeten BDÜ-Gruppe auf dem webbasierten sozialen Netzwerk XING (chinesisch für „es ist möglich“). Etwa 500 neue Gruppenmitglieder hatten das Potenzial der XING-Gruppe erkannt und ließen innerhalb von weniger als 24 Stunden die Mitgliederzahl von 250 auf 750 schnellen. Am 12.01.2012 wurde Gruppenmitglied Nr. 1.000 begrüßt, Tendenz weiter steigend …

Sie interessieren sich für eine kostenlose Gruppenmitgliedschaft?
https://www.xing.com/net/pri6923c5x/bdue_bw/