Über Aniello Scognamiglio

Herzlich willkommen auf den Seiten von Aniello Scognamiglio in München, Übersetzer, Trainer, Berater.

Bedarf an Übersetzungen steigt

Aktuelle Zahlen der Industrie- und Handelskammern von Bayern zeigen: Bayerns Produkte sind weltweit so gefragt wie nie zuvor. Der Erfolg im Ausland ist nach Ansicht der Vorsitzenden des Bundesverbandes der Dolmetscher und Übersetzer (BDÜ) in Bayern, Martina Hesse-Hujber, untrennbar mit der gelungenen internationalen Kommunikation verbunden. “Gute Übersetzungen sind ein Wirtschaftsfaktor”, so die Vorsitzende des BDÜ Landesverbandes Bayern. “Dolmetscher und Übersetzer schlagen Brücken zwischen Menschen verschiedener Sprachen und Kulturen.” Durch die Globalisierung und den Erfolg von Unternehmen im Ausland steigt auch der Bedarf an Sprachdienstleistungen. Nach Berechnungen des US-Beratungsunternehmen Common Sense Advisory hat die Sprachdienstleistungsbranche in 2012 weltweit ein Volumen von geschätzten 33,5 Milliarden US-Dollar. Die Berater, die auf die Sprachdienstleistungsbranche spezialisiert sind, sagen eine weltweite Wachstumsrate von 12 Prozent voraus.

“Besonders gefragt sind Sprachexperten für Englisch, Französisch und Spanisch”, so Hesse-Hujber. Durch die Übersetzerdatenbank des Verbandes im Internet weiß die Vorsitzende noch genauer, was Unternehmen suchen. “Häufig wird nach Fachübersetzern für Industrie und Technik, aber auch für Recht und Verwaltung recherchiert.” Die kostenlose Datenbank unter www.bdue-bayern.de hilft Unternehmen bei der Suche nach professionellen Dolmetschern und Übersetzern in Bayern. Dort sind die Kontaktdaten von über 1.400 Dolmetschern und Übersetzern für mehr als 400 Fachgebiete und 40 Sprachen zu finden – von Albanisch bis Urdu. Alle in der Datenbank verzeichneten Dolmetscher und Übersetzer sind Mitglied im BDÜ und mussten vor ihrer Aufnahme in den Verband ihre Qualifikation für den Beruf nachweisen. Die BDÜ-Mitgliedschaft gilt deshalb als Qualitätssiegel, denn die Berufsbezeichnung an sich ist nicht geschützt.

Es gibt laut Mikrozensus 2011 des statistischen Bundesamtes 38.000 Dolmetscher und Übersetzer in Deutschland, 25.000 Frauen und 13.000 Männer. Mehr als die Hälfte von ihnen arbeitet freiberuflich. In Bayern leben 6.000 Dolmetscher und Übersetzer, darunter gut 1.400 Angestellte. Der BDÜ Landesverband Bayern mit Sitz in München hat über 1.400 Mitglieder, die Mehrheit ist selbstständig tätig.

Hintergrundinformationen
Zahlen und Fakten zum Außenhandel in Bayern in “Der Außenhandel Bayerns 2011″: http://www.muenchen.ihk.de/de/international/Anhaenge/Der-Aussenhandel-Bayerns-2011.pdf
Weltweite Zahlen: AHK-Weltkonjunkturbericht 2012/2013:
http://www.auwi-bayern.de/2012/ahk-weltkonjunkturbericht-2012-2013.html

Über den BDÜ Landesverband Bayern e. V.
Der Bundesverband der Dolmetscher und Übersetzer e. V. (BDÜ) ist mit über 7.000 Mitgliedern der größte deutsche Berufsverband für Dolmetscher und Übersetzer. Er repräsentiert 75 Prozent aller organisierten Dolmetscher und Übersetzer in Deutschland und vertritt seit 1955 deren Interessen gegenüber Politik, Wirtschaft und Justiz. Eine BDÜ-Mitgliedschaft steht für Qualität, denn alle Mitglieder mussten vor Aufnahme in den Verband ihre fachliche Qualifikation für den Beruf nachweisen. Der BDÜ Landesverband Bayern mit Sitz in München ist mit mehr als 1.400 Mitgliedern der größte Mitgliedsverband des BDÜ. Seine Mitgliederdatenbank im Internet hilft Auftraggebern bei der Suche nach qualifizierten Dolmetschern und Übersetzern in Bayern (www.bdue-bayern.de).

Quelle: Pressemitteilung des BDÜ am 05.12.2012

 

Bildnachweis Plakat:
http://www.bdue-bayern.de/fileadmin/bdue/BDUe_Bayern_QR-Plakat_300.jpg
Bildnachweis BDÜ-Logo:
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How is Google changing our memory? Positive und negative Konsequenzen

Google stellt eine Reihe von Diensten zur Verfügung. Ihre Nutzung hat Vor- und Nachteile, wie die Infografik von onlinecolleges.net zeigt. Ein häufig genutzter Dienst ist Google Translator. Der BDÜ hat diese Übersetzungshilfe getestet und ist zu folgendem Ergebnis gekommen: http://www.youtube.com/watch?v=3oc6-hH9IAw und http://www.bdue.de/index.php?page=020000&id=643

Google and Memory
Research and Design by: Online Colleges Site

Die Fußballberichterstattung in der italienischen Presse – Eine inhaltliche und sprachliche Analyse

Teil 1

1. Einleitung

In der vorliegenden Diplomarbeit (alte Rechtschreibregeln) habe ich mich mit der inhaltlichen und sprachlichen Analyse der Fußballberichterstattung in der italienischen Presse beschäftigt, d.h. mit der Berichterstattung über eine Sportart, die in Italien die größte Anziehungskraft und Anhängerschaft besitzt und erst mit großem Abstand vom Radsport, Box-, Basketball- und Leichtathletiksport gefolgt wird.

Die Beliebtheit des Fußballsports findet ihren Ausdruck u.a. in den hohen Zuschauerzahlen, d.h., die Stadien in Mailand, Turin, Florenz, Rom, Neapel usw. sind jeden Sonntag voll von “tifosi” (das ist der treue Anhang, der allwöchentlich seine Mannschaft anfeuert, in der Hoffnung, sie siegreich zu sehen).

Die Popularität dieses Massensports schlägt sich aber auch in der Tatsache nieder, daß ihm von allen Sportarten der meiste Platz in der Berichterstattung der Tagespresse eingeräumt wird. Selbst in Sporttageszeitungen, wie z.B. der “Gazzetta dello Sport”, gilt die Berichterstattung fast ausschließlich der beliebtesten Sportart der Italiener.

Um die Fußballberichterstattung in der italienischen Presse zu untersuchen, habe ich mich zahlreicher Ausgaben der Tageszeitungen “La Stampa/Stampa Sera” und “Corriere della Sera”, sowie der Sporttageszeitungen “Gazzetta dello Sport” und “Corriere dello Sport” bedient. Einen Teil des Materials, d.h. die Ausgaben der Monate Juli-September, habe ich in Italien analysiert, wo ich auch die Gelegenheit hatte, mich in Zweifelsfällen, insbesondere bei der Erarbeitung des Kapitels “Neologismen”, an “fachkundige” Italiener zu wenden.

Ich habe mich vor allem darum bemüht, jedes Kapitel mit Beispielen aus der italienischen Presse zu belegen; das gilt nicht nur für den sprachlichen Teil, auf dem der Hauptakzent meiner Untersuchung liegt, sondern auch für den inhaltlichen.

2. Die italienische Fußballmeisterschaft – Rückblick

Das Fußballspiel wurde zwar nicht von den Engländern erfunden – bereits die alten Griechen und Römer trugen Ballspiele aus, auch wenn sich diese wesentlich vom modernen Fußballspiel unterschieden -, aber im 19. Jh. neu entdeckt und in alle Welt getragen. In den “public schools” wurde es geformt, und 1963 wurde ein Fußballverband gegründet, die sog. “Football Association”, die feste Spielregeln aufstellte und das Spiel von den anderen Fußballspielen wie etwa “rugby” abgrenzte. Seitdem heißt es “soccer” (eine wahrscheinlich im Universitätsjargon entstandene Kurzform). In kurzer Zeit hat es die Welt erobert. So ist es wohl berechtigt, England als “Mutterland” des Fußballs zu bezeichnen.

Im Jahre 1898 fand in Italien die erste Fußballmeisterschaft statt; an ihr nahmen vier Mannschaften teil und sie wurde an einem einzigen Tag ausgetragen. Als Titelsieger ging die Mannschaft von Genua hervor. In den darauffolgenden Jahren – nach weiteren Erfolgen der ligurischen Mannschaft, sowie der Mannschaften AC Mailand, Juventus Turin, Pro Vercelli und Inter Mailand – wurde der Kreis der Mannschaften infolge der zunehmenden Popularität des Fußballsports immer größer. Hinzu kamen Vereine aus der Provinz, wie Novese und Casale, und ab 1925 gelang es auch den Mannschaften von Bologna und Turin sich zu behaupten. Die ersten drei Jahrzehnte des italienischen Fußballnationalsports brachten namhafte Spielerpersönlichkeiten wie Cevenini I, Cevenini III, Santamaria, Magnozzi, Bernardini, De Prà, Conti, Della Valle, Janni, u.a. hervor.

Doch die eigentliche Geschichte der italienischen Fußballmeisterschaft beginnt im Jahre 1929/30, als 18 Mannschaften an einem Fußballturnier teilnahmen, das von Abrosiana-Inter gewonnen wurde. Bereits im darauffolgenden Jahr begann die lange Vorherrschaft von Juventus Turin, Gewinner von fünf Meisterschaftstiteln in Folge, dank ausgezeichneter Spieler wie des Torwarts Combi, der Verteidiger Rosetta, Caligaris, Varglien I, Bertolini, Monti, der Stürmer Cesarini, Orsi und Borel. Ihre härtesten Konkurrenten waren die Mannschaften von Ambrosiana-Inter, Rom und Bologna; weitere berühmte Spieler aus jener Zeit sind Monzeglio, Pitto, Ferraris IV, Costantino, Serantoni und Allemandi.

In der Fußballsaison 1935/36 begann für Juventus Turin eine lange Phase des Niedergangs: Fortan übernahmen die Vereine von Bologna (vier Meistertitel) und Ambrosiana-Inter (zwei Meistertitel) die führende Rolle. Als neue Spielerpersönlichkeiten traten u.a. hervor: Andreolo, Ceresoli, Biavati von Bologna, und Locatelli, Frossi, Ferraris II von Inter Mailand, sowie Foni, Rava, Depetrini, Colaussi, Olivieri, und nicht zuletzt Meazza, Piola und Ferrari.

Durch die Wirren des Krieges wurde die Fußballmeisterschaft für ein Jahr unterbrochen (1943-44). In der Saison 1941/42 errang der AS Rom seinen ersten Meistertitel, in den fünf Jahren darauf der AC Turin, der zugleich zum Aufschwung der italienischen Nationalmannschaft beitrug mit Spielern wie Bacigalupo, Ballarin, Maroso, Castigliano, Grezar, Loik, Gabetto und Valentino Mazzola. Am 4. Mai 1949 kam jedoch die gesamte Mannschaft bei einem Flugzeugunglück ums Leben. Damals übernahmen Juventus Turin, Inter Mailand und AC Mailand bis 1967/68 die Vorherrschaft im italienischen Fußball: Von allen Mannschaften errangen sie die meisten Meistertitel.

Im Jahr 1949 ließ der italienische Fußballverband die Verpflichtung von ausländischen Fußballspielern zu; die Folge war eine Zunahme des Fußballinteresses im ganzen Land.

Durch den Kauf ausländischer Fußballspieler wie die Skandinavier Jeppson, Gren, Nordahl, Liedholm, Skoglund, Hamrin, die Südamerikaner Schiaffino, Montuori, Julinho, Angelillo, Maschio, Sivori, Altafini, die Spanier Suarez und Del Sol, der Waliser Charles, die Deutschen Schnellinger und Haller, verbesserte sich das technische Niveau der italienischen Mannschaften.

Der italienische Fußball besteht gegenwärtig aus den beiden sog. Profligen “serie A” und “serie B”1 und den Halbprofiligen “serie C” und “serie D”. Am Ende einer Meisterschaft steigen die ersten drei Mannschaften der “serie B” in die “serie A” auf, die letzten drei der “serie A” steigen in die “serie B” ab.

Analog steigen die drei letzten Mannschaften der “serie B” in die “Seria C” ab, während die drei Tabellenersten der “serie C”, die in drei Gruppen untergliedert ist, in die “serie B” aufsteigen; die “serie D” ist übrigens in sechs Gruppen unterteilt.

Für einen Sieg erhält eine Mannschaft zwei3, für ein Unentschieden einen Punkt. Es gibt aber auch ein anderes Bewertungskriterium, die sog. “media inglese”2 (auch “media scudetto” genannt).

1Entspricht in Deutschland der 1. bzw. 2. Bundesliga
2Siehe Kapitel 7.1.
3Stand 2012: Drei Punkte für einen Sieg

 

Teil 2

3. Aufbau und Form der Wortberichterstattung im Inhalt der Fußballpresse: Einzelne Varianten und ihre Funktionen

Der Sportteil der Tageszeitungen sowie die Sporttageszeitungen setzen keine Kenntnis von den Sportveranstaltungen voraus. Ihre Berichterstattung bedeutet für den Leser, der von ihnen Aktualität, Universalität und Periodizität fordert (Häupler 1950: 144), immer ein Novum, auch wenn er der Sportveranstaltung beiwohnte, denn ihre Flüchtigkeit und Variabilität läßt ihn einzelne Momente vergessen, deren Beschreibung er “schwarz auf weiß” sehen will. Der nicht informierte sowie der bereits unterrichtete Leser bilden eine Voraussetzung für die Fußballberichterstattung, die dem Leser in Nachrichtenform schnell, sachlich und kurz das Ergebnis der Fußballspiele vermittelt., Die mitgeteilten Ereignisse stammen aus der unmittelbaren Vergangenheit; der an jedem Fußballwochenende sich erneuernde Nachrichtenstrom erlaubt keine weitere Stellungnahme zu den Ereignissen des letzten Fußballwochenendes. Nur von besonderen Vorkommnissen in der Fußballwelt, die ihren Neuigkeitswert länger behalten (z.B. der Bestechungsskandal 1980), wird wiederholt berichtet; diese Nachrichten sind von sekundärer Aktualität, da die Spiele des Wochenendes für immer neuen Gesprächsstoff sorgen.

Die höchste Forderung der Leser an den Fußballteil besteht darin, daß dieser die augenblickliche Lage des Fußballgeschehens mitteilt. Die Aktualität des Nachrichtendienstes im Fußballteil hält eine Woche an; infolge des regelmäßig steigenden und sinkenden Neuigkeitswertes des Fußballteils kann man von einer periodischen Aktualität in der dem Fußballsonntag folgenden Ausgabe sprechen. Die Fußballteile nach dieser Ausgabe während der Woche weisen mit ihren Rückblicken, Nachlesen und gelegentlichen Stellungnahmen zu sportlichen Problemen eine sekundäre Aktualität auf; die Aktualitätskurve steigt in der Ausgabe vor dem Sportsonntag plötzlich an.

Die Berichterstattung des Fußballteils hat den Vorteil, daß der Leser weiß, wann und wo die Spiele stattfinden. Sie ist nicht auf die Zufälligkeit der Ereignisse angewiesen; sie sind Woche für Woche vorausbestimmbar. Die genauen Zeitabstände zwischen den Fußballereignissen an den Sonntagen verleihen der Berichterstattung im Sportteil eine periodische Aktualität.

Die Struktur der Berichterstattung in der Fußballpresse wird von dem Umstand bestimmt, daß nach dem Fußballwochenende das Material am umfangreichsten und das Interesse der Leser am größten ist. Die Berichterstattung flaut während der Woche ab und nimmt zum Wochenende wieder zu. Zu dieser Berichterstattung werden Meldungen und Kommentare herangezogen (Kurz- und Ergebnismeldungen, Tabellen, Kampfberichte, usw.); dabei bilden Bericht und Nachricht ihre Inhaltsformen (TRAUB 1933: 36).

Diese Inhaltsformen werden in der Fußballpresse nach fachlichen Gesichtspunkten voneinander getrennt gehandhabt. Man unterscheidet:

a) Vorschaunachricht und Vorschaubericht
b) Resultatnachricht und Resultatbericht
c) Rückschaunachricht und Rückschaubericht

 

Dieser Aufbau trägt dazu bei, den Leser in dauernder Spannung zu halten, die aus dem Fußballeben durch die buchstäblich vorher zu errechnenden und wöchentlich sich wiederholenden Erregungsmomente nicht wegzudenken ist. Die Wortberichterstattung der Fußballpresse hat mit der Möglichkeit der Vorhersage des Fußballtreffens einen wesentlichen Vorteil gegenüber der Berichterstattung in anderen Pressesparten, die nicht immer ein Ereignis ankündigen können. Kein anderes aktuelles Geschehen kann so in den Einzelheiten vorherbestimmt werden wie ein Fußballspiel, dessen Termin Wochen vorher bekannt ist. Ankündigung, Eintreffen und Kritik eines Fußballereignisses wirken oft als Sensation für die Leserschaft, wenn die Mutmaßungen der “öffentlichen Meinung” hinsichtlich eines kommenden Fußballspiels durch dessen tatsächlichen Verlauf völlig fehlgehen, oder unberechenbare, von der “fachkundigen Leserschaft” nicht erwartete Ergebnisse herauskommen. Der Leser wird durch eine Nachricht wie

Stasera a Madrid gli azzurri a caccia di un titolo che ci sfugge da 44 anni. (Corriere della Sera, 11.7.1982)

auf die kommenden Ereignisse aufmerksam gemacht; sie stellt nur eine Vorankündigung dar, die keinerlei Vermutungen oder Meinungen über den eventuellen Ausgang in sich trägt.

Die Vorschaunachricht hat den Zweck, den Leser objektiv über Teilnehmer, Ort und Zeit der Begegnung zu unterrichten. Ein Bericht mit näheren Einzelheiten der Mannschaften, ihrer Spielstärke und ihren Aussichten gibt dem Leser eine knappe Vorschau, die ihm schon mehr berichtet als die bloße Wortmeldung.

Der Vorschaubericht gibt dem Leser einen umfassenden Überblick über die künftigen Fußballbegegnungen; er nimmt häufig Stellung zu dem möglichen Ausgang des Treffens:

Italia-Polonia per continuare a sognare; si potrà soffrire oltre il previsto ma non dimentichiamo che gli azzurri hanno già demolito due potenze del calcio. (Corriere della Sera, 8.7.1982)

Eine Nachricht wie

L’Ajax, avversario della Juventus in Coppa Campioni, ha battuto in campionato il Telstar per 7-0. (Stampa Sera, 6.3.1983)

ist als Resultatnachricht zu bezeichnen, da sie nur in lapidarer Kürze Mannschaften, Ort, Zeit und Ergebnis meldet.

Der Resultatbericht kommentiert und beschreibt die Umstände, wie es zu dem Ergebnis kam:

Bearzot spiega com’è nato il miracolo azzurro. (Corriere della Sera, 13.7.1982)

Über ein bereits länger zurückliegendes Geschehen, das an Aktualität verloren hat, aber noch keinen endgültigen Zustand darstellt und somit auch die Diskussion darüber unter der Oberfläche der aktuellen Tagesereignisse noch nicht erloschen ist, informiert die Rückschaunachricht:

Nuovamente rinviata a Teheran una decisione sull’espulsione di Taiwan dalla Federazione internazionale di calcio (Fifa). (La Stampa, 21.3.1978)

Der Rückschaubericht schließlich schildert Werden, Ursache und Folgen des Fußballspiels und dient der nochmaligen Betrachtung des Fußballtreffens oder eines damit zusammenhängenden Ereignisses aus einem zeitlichen Abstand heraus:

Trap ‘rivive’ errori e gioie.1

Der Resultatbericht ist von all diesen Varianten der essentielle Bestandteil der Wortberichterstattung in der Fußballpresse. Er enthält eine sachlich richtige und für den Fußballinteressierten wertvolle Schilderung der Fußballbegegnung; ihm ist ein persönliches Urteil und das Eingehen auf die Einzelheiten in erster Linie vorbehalten. Ferner enthält er Milieuschilderungen und Stimmungsbilder zur Auflockerung der Spielberichterstattung mit ihrer trockenen Aufzählung der einzelnen Phasen des Spiels:

Le navi lasciano il porto stracariche di turisti che tornano sul continente, ma in molti hanno deciso di prolungare almeno di un giorno le vacanze per vedere in campo la Juventus. (Stampa Sera, 27.8.1984)

Oft werden die interessantesten Begegnungen ausführlich geschildert; der Zweck ist erfüllt, “wenn der Leser nachträglich zum indirekten Zeugen des Spieles wird” (HÄUPLER 1950: 157).

Die Angaben von Treffern, Punkten, sowie die Aufzählung der verschiedenen Höhepunkte, verleihen dem  Fußballbericht ein statistisches Aussehen: Neben den erzielten Toren werden Eck- und Strafstöße festgehalten.

Die Aufzählung des konkreten Ablaufs des Spieles und seines äußeren Rahmens, kombiniert mit einer kritischen Wertung, ergibt den Bericht, der zugleich mitteilt und kommentiert: Sachlicher Bericht (Resultat; Mannschaften, Wetter, Ort, Zeit und Ablauf) gekoppelt mit der kritischen Wertung (z.B. die Gründe für das Versagen eines Spielers, seine Gesamtleistung) und dem Rahmenbericht (z.B. Interview eines Trainers) gehören zu den Funktionen des Resultatberichts.

Sowohl Vorschau-, Resultat- und Rückschaubericht und -nachricht bieten dem Leser für mehrere Tage Unterhaltung und Informationsmaterial.

Die an einer hohen Auflage interessierten Zeitungen sind bemüht, ihm genügend Gesprächsstoff für die ganze Woche zu geben.

1Der Trainer von Juventus zwei Tage nach dem Spiel Juve-Ajax (4:1 nach Verlängerung).

 

Teil 3

3.1. Wesen der Bildberichterstattung

3.1.1. Allgemeines

Mit allen Sinnen erfaßt der Mensch seine Umwelt, wobei das “Sehen immer im Mittelpunkt der sinnlichen Wahrnehmung liegt” (HÄUPER 1950: 167). Es sind die optisch wahrnehmbaren Vorgänge, die dem Individuum das Erleben authentisch machen.

So spielt die Bildberichterstattung in der Fußballpresse eine ebenso wichtige Rolle wie die Wortberichterstattung, denn besonders in der sportlichen Welt wird das Sehen zur Erlebnisgrundlage.

Erst die Plastizität der Schau des Fußballkampfes ermöglicht dem Menschen ein vollständiges Erlebnis: Das Hören des Beifallssturmes der Zuschauermenge allein, während er vor dem überfüllten Stadion vergeblich auf Einlaß wartet, läßt in ihm falsche “Bilder” entstehen. Da aber zur objektiven Wahrnehmung der Vorgänge auf dem Fußballplatz das Sehen gehört, wird der vor den Stadiontoren Stehende sich erst ein tatsächliches “Bild” machen können, wenn er die kämpfenden Mannschaften selbst vor sich hat. Gelingt ihm dies nicht, so wird er sich wohl entweder durch Gespräche oder durch Wort- und Bildbericht der Sportpresse ein “Bild” von den Ereignissen machen können. Die Fußballbilder in der Presse bieten dem ferngebliebenen Betrachteter somit einen Ersatz für das zurückliegende Ereignis.

Der Mensch hat vor allem ein optisches Aufnahmebedürfnis, den Wunsch, primär zu sehen. Diesem Verlangen kommt die Fußballpresse durch Veröffentlichung eines reichhaltigen Bildmaterials nach.

Grundsätzlich unterscheidet die Presse zwischen aktuellem und illustrativ-bellestrischem Bild (HÄUPLER 1950: 173).

Das aktuelle Pressebild hat ohne Text lediglich Nachrichtencharakter, mit Text ist es mehr als Nachricht. Das illustrativ-belletristische Pressebild erkennt man aufgrund seines Verhältnisses zu den Tagesereignissen und seines künstlerisch-ästhetischen Akzents als solches. Beide für die Fotografie in der Fußballpresse als maßgeblich erkannten Bildtypen vermitteln

a) Kampfszenen (Massenszene, Einzelszene)
b) Rahmenbilder (Portrait, Panoramabild, Stimmungsbild).

 

Die Fülle und Variabilität des Sportgeschehens bringt natürlich eine Unzahl von Bildmöglichkeiten mit sich. So dominiert das aktuelle Kampfbild oder das dekorative Rahmenbild, alle Kategorien der Sportbilder können auf sie vereinigt werden. Der Fußballkampf bildet für das Fußballpressebild in jeder Form die Grundlage.

3.1.2. Der Bildtext

Tritt zum Bild ein Text, so wird die Phantasie des Menschen durch die Worte eingeengt, d.h., die Anschauung des Bildes wird vom Text geleitet. Der Betrachter ist damit auf den konkreten Bildinhalt aufmerksam gemacht und richtet sich danach. Hier nähert sich das Fußballpressebild einer Benachrichtigungsform; die Einheit von Bild und Schrift  dient auch in der Fußballpresse vor allem zur Information über einen realen Sachverhalt aus einem aktuellen Fußballspiel. Dem Betrachter eines Fußballbildes ist keineswegs gedient, wenn ein Schnappschuß aus einem Fußballspiel lediglich mit der Textierung “una parata temeraria del portiere” versehen wird, denn den gewagten Sprung des Torwarts bezeichnet er selbst als “temerario” oder “rischioso”, oder was ihm sonst an bewundernden Ausdrücken einfällt. Es ist nicht unbedingt erforderlich, den Torhüter als solchen vorzustellen, da er allein schon durch seine Sportkleidung (Handschuhe, Ellbogenschoner) oder die Mitwirkung seiner Hände erkannt wird. Die Bildunterschrift “una parata temeraria del portiere” wiederholt im Grunde nur, was der  Betrachter des Fotos schon selbst sieht. Es kommt vielmehr darauf an, das Bild präzise zu bestimmen:

Der Bildtext soll prägnant und verständlich ergänzen, was die Betrachtung allein nicht vermitteln kann. Er soll das Wesentliche des Kampfes treffen, dem Betrachter erläutern, was das Bild nicht sagen kann und läßt ihn in der Kombination von visuellem Erleben und lesbarer Wortnachricht zum indirekten Zuschauer des Augenblicks werden (HÄUPLER 1950: 176).

 In der Fußballpresse wird dieser informatorische Bildtext verlangt: Er gehört zum aktuellen Bild, das eine Kampfphase des Spiels festhält.

Die andere Art des Bildtextes, der nur wiederholt oder allgemeine Erklärungen gibt, bezeichnet man als umrahmenden Bildtext, der zur Ergänzung einer Fußballszene beigegeben ist. Er ist meistens mit dem illustrativ-belletristischen Typ gekoppelt, der den sportlichen Rahmen, die Stimmung des Augenblicks wiedergibt.

Die Fußballfotografie ist allgemein eine Unterart der Momentfotografie (“Schnappschuß”), die die schnellen Bewegungsvorgänge des Fußballsports bildscharf erfaßt. Wenn die Fußballfotos in der Presse allgemein interessante Motive erfassen müssen, so daß sie auch wirklich erregend, fesselnd und spannend einen Vorgang wiedergeben wie er sich abgespielt hat, so gilt dies für die Fußballberichterstattung im Speziellen, denn der Fußballsport bietet in überreicher Anzahl dramatische Motive, die die sensationelle Erregung des Betrachters hervorrufen und seine emotionalen Kräfte wecken.

Durch das aktuelle Fußballbild erhält der informatorische Charakter des Sportteils mit den Fußballberichten eine harmonische Ergänzung. Die Bildveröffentlichung in der Montagsausgabe nach dem Fußballsonntag zeigt einen neuesten Bildausschnitt aus der jüngsten Fußballbegegnung oder aus dem Rahmengeschehen desselben: Der universelle Wortinhalt wird durch aktuelle Bilder komplettiert. Der Fußballteil konzentriert sich auf das aktuelle Kampfbild mit seinem dramatischen, spannungsvollen Akzent. Es soll dem ästhetischen Empfinden des Lesers besonders nachkommen, d.h., Bilder von erschöpften Spielern mit verzerrtem, die Anstrengung des Körpereinsatzes widerspiegelnden Gesichtszügen, oder gar Bilddokumente von Verletzungen, können sich im Fußballteil psychologisch höchst unvorteilhaft auswirken, denn auch der Fußballuninteressierte und Fußballreaktionär wird sich beim Durchblättern zumindest die Fußballbilder auf der Sportseite anschauen. Die Fußballbilder sollten aber gerade in diesen Leserkreisen werbend wirken und einen unmittelbaren Einblick in die Technik des Kampfgeschehens ermöglichen.

Jedes fotografische Bild in der Sportpresse hat die prinzipielle Aufgabe, als aktuelles Kampfbild oder Feuilletonbild einem Kreis von fach- und sachkundigen Betrachtern zu dienen, wobei gleichzeitig das Meinungselement in ihm wirksam werden muss.

Mit Rücksicht auf das Sehen als Erlebnisgrundlage des Menschen ist ein

dramatischer Bildausschnitt von einem Kulminationspunkt des Sportgeschehens nach subjektiver Auswahl festzuhalten, der die subjektive, wahrheitsgemäße Erkenntnis eines Momentes des tatsächlichen Geschehens ermöglicht, und ohne Verfälschung des technischen Bildresultats nach journalistischen, fotografischen und sportfachlichen Gesichtspunkten zu veröffentlichen; das Ergebnis ist ein typisches, fotografisches Bild der Sportpresse (HÄUPLER 1950: 195).

4. Fußballsprache als Sondersprache

Der Fußballsprache kommt innerhalb der Sportsprachen besondere Bedeutung zu, denn sie ist die meistverbreitete und bekannteste Sondersprache des Sports, was nicht zuletzt damit zusammenhängt, daß keine andere sportliche Disziplin in den Massenkommunikationsmitteln so ausführlich erörtert und dargestellt wird: “Il calcio è dominatore almeno all’ottanta per cento delle pagine sportive (…)” (MURIALDI 1981: 245).

Mit dem Begriff “Fußballsprache” pflegt man sowohl die Fachsprache des Fußballs, als auch den Jargon der Fußballspieler und Fußballinteressierten zu bezeichnen und somit mindestens zwei sprachliche Bereiche zusammenzufassen, die sich zwar ergänzen, jedoch in ihren Grundfunktionen und ihrem Sprachmaterial streng zu unterscheiden sind.

Die Fachsprache muß über terminologische  Bestimmungen verfügen, die diejenigen Normen eindeutig fixieren, die im Fußballspiel verbindlich sind. Im Gegensatz zur notwendigen Starrheit und Bestimmtheit der Fachsprache bietet der Jargon die Möglichkeit eines ungezwungenen und unverbindlichen Sprechens.

Die Fußballfachsprache basiert auf einer Reihe von terminologischen  Grundbestimmungen, die den äußeren Ablauf des Fußballspiels festlegen und die als so verbindlich anerkannt werden, daß man im Jargonvokabular vergeblich nach bedeutungsähnlichen Varianten oder Entsprechungen sucht. Einige dieser Begriffe sind:

calcio d’angolo, area di rigore, rigore, calcio di punizione, fuorigioco, primo tempo, secondo tempo, arbitro, segnalinee/guardalinee; cedere la palla, crossare, colpire di testa, allungare la palla, usw.

Mit der Kenntnis von Jargonwendungen kann man jedoch noch nachdrücklicher als mit der Beherrschung des Fachvokabulars beweisen, daß man zur Gruppe der Fußballspieler gehört.

Die Fußballsprache ist in einem Entwicklungsprozess begriffen, der bis heute noch nicht ganz abgeschlossen ist. Sie hat sich ebenso wie die Entwicklung und Veränderung von Spieltechnik, Training und Organisation entwickelt und verändert. Lediglich die Sprache der Theorie, der Terminologie im strengen Sinne, ist unverändert geblieben. Sie wird selten geschrieben und läßt keinen Wandel mehr zu. Die Sprache der Praxis dagegen, also die Sprache des Spielers, des Zuschauers, des Reporters sowie der Presse, “lebt”. Der Fußballjournalist, der ein Fußballspiel beschreibt, ist maßgeblich an der Modifizierung und Weiterentwicklung der Fußballsprache beteiligt. Bei seiner journalistischen Tätigkeit verwendet er oft Ausdrücke, die er tagszuvor von Spielern oder Trainern gehört hat, um seinen Bericht lebendiger zu gestalten. Finden diese Begriffe Gefallen beim Leser, so gehören sie bald – nach mehrmaligem Erscheinen in der Presse – zum festen Bestandteil der Fußballsprache: “Das gesprochene Wort ist das Primäre. Es dringt nach einer gewissen Lebensdauer in das Schrifttum ein und findet von hier aus den Weg zur Allgemeinheit” (LUDGER 1973: 14).

Das Auftreten von Anglizismen ist ein wichtiges Kennzeichen der italienischen Fußballberichterstattung: Begriffe wie z.B. ‘penalty’ und ‘match’ sind zu Synonymen für ‘rigore’ bzw. ‘incontro’ geworden. Andere Ausdrücke, wie z.B. das englische ‘goal’, wurden der italienischen Sprache angepaßt, d.h. sie wurden italianisiert: Aus ‘goal’ wurde ‘gol’.

Desweiteren enthält die italienische Fußballsprache eine Reihe von Lehnübersetzungen: Das italienische ‘centravanti’ z.B. ist gleichbedeutend mit ‘centreforward’. Es gibt aber auch zahlreiche Ausdrücke der italienischen Umgangssprache, die zu Termini der Fußballsprache mit einer ganz spezifischen Bedeutung wurden: ‘porta’ z. B., in seiner ursprünglichen Bedeutung ‘Tür’, wurde zu ‘Fußballtor’:

Era il 5′ quando la testata di ‘Pablito’, ritrovato in versione superlusso, si è infilata nella porta del modesto Waldir Perez. (Corriere della Sera, 6.7.1982)

Fußball ist in Italien Volkssport Nr. 1, daher ist es nicht verwunderlich, daß die Fußballsprache, im Gegensatz zur Sprache der Mediziner, Juristen, usw., eine Sprache des Volkes ist, die vom Volk für das Volk geschaffen wurde. Sie ist eine populäre Fachsprache. Aus diesem Grunde ist es Aufgabe des Fußballberichterstatters, sich dem Leser möglichst in seiner eigenen Sprache verständlich zu machen.

Fortsetzung folgt …

Autor: Aniello Scognamiglio

Fotonachweis: Gerd Altmann (pixelio.de)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Titel und Bezeichnungen bei Übersetzern

Diplom/Bachelor/Master vs. Staatlich geprüft/anerkannt vs. Ermächtigt/Allgemein beeidigt - Beitrag von Sylke Riechmann

Als Kunde trifft man immer wieder auf diese Titel und Bezeichnungen bei Übersetzern. Mit den Hochschultiteln können viele noch etwas anfangen und wissen diese einzuordnen. Aber der Rest? Was heißt denn “staatlich anerkannt” oder “ermächtigt”? Was genau steckt eigentlich dahinter? Und was sagen diese Titel und Bezeichnungen aus?

Grundsätzlich sind die Berufsbezeichnungen Übersetzer und Dolmetscher nicht geschützt. Jeder kann in Deutschland ohne qualifizierende Ausbildung oder Prüfung als Dolmetscher oder Übersetzer tätig werden. Allerdings gibt es geschützte Titel und Zusatzbezeichnungen, die nur bestimmten Übersetzergruppen vorbehalten sind:

Übersetzer, die eine translatorische Ausbildung an einer Hochschule absolviert haben, tragen den Zusatz Diplom, B. A. (Bachelor) oder M. A. (Master). Diese Titel sind geschützt und dürfen nur nach erfolgreich absolviertem Hochschulstudium getragen werden.

Übersetzer mit dem Zusatz “staatlich geprüft” haben vor einem staatlichen Prüfungsamt eine Prüfung nach jeweiligem Landesrecht abgelegt. In der Regel ist hierfür eine berufsqualifizierende Ausbildung oder nachgewiesene einschlägige Berufspraxis Voraussetzung.

Staatlich anerkannte Übersetzer haben eine Prüfung vor der Industrie- und Handelskammer abgelegt. Eine spezielle Ausbildung ist hierfür nicht erforderlich, jedoch werden nachweisliche Kenntnisse vorausgesetzt.

Beide Übersetzergruppen dürfen die geschützte Bezeichnung “staatlich geprüfte/r Übersetzer/in” bzw. “staatlich anerkannte/r Übersetzer/in” tragen.

Die Bezeichnung “Ermächtigter Übersetzer” oder “Allgemein beeidigter Übersetzer” tragen Übersetzer, die von einem OLG (Oberlandesgericht) in Deutschland zur Anfertigung von beglaubigten Übersetzungen ermächtigt wurden. Nur solche Übersetzer dürfen mit Unterschrift und Stempel die Richtigkeit und Vollständigkeit von Übersetzungen beglaubigen. Die Anforderungen hierfür sind von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich. In der Regel wird keine berufsqualifizierende Ausbildung, jedoch nachweisliche Kenntnisse der Rechtssprache verlangt.

Autor: Sylke Riechmann
http://www.wortschatz-sprachendienste.de/

Fotonachweis: Gerd Altmann, www.pixelio.de

Was Sie schon immer über das Übersetzen und Dolmetschen wissen wollten – Die 22 häufigsten Irrtümer

Die Vorstellungen, die über den Beruf des Übersetzers kursieren, stammen entweder aus den 70er Jahren, basieren auf unverwüstlichen Vorurteilen oder sind schlicht und ergreifend falsch. Wenn Sie Nichtübersetzer und Branchenfremde fragen, was sie sich unter einem Übersetzer vorstellen, werden Sie eine oder mehrere der folgenden, weit verbreiteten Antworten erhalten:

01 Übersetzen ist das Übertragen von Wörtern in eine andere Sprache

Weit gefehlt! Auf kurze, eindeutige, kontextunabhängige Wörter und Sätze mag das zutreffen. In der Regel geht es aber darum, Sinn und Inhalte zielgruppengerecht zu übertragen. Das ist ein Grund, warum maschinell erstellte Übersetzungen oft inakzeptable Ergebnisse liefern. Beispiel: „Egal, was sie trinken will, besorg’s ihr.“ Viel Fantasie ist nicht erforderlich, um sich die möglichen Folgen einer Fehlübersetzung vorzustellen.

02 Übersetzen ist ein Kinderspiel

Ein Personal Computer und ein paar Softwareprogramme genügen und schon kann man loslegen. Weit gefehlt! Werkzeuge sind unverzichtbar, aber „A fool with a tool is still a fool“. Professionelle (freiberufliche) Übersetzer sind u. a. mit folgenden Fertigkeiten und Eigenschaften ausgestattet: Profunde Sprach- und Fachkenntnisse, Werkzeugkenntnisse, Schreibfertigkeiten, betriebswirtschaftliches Know-how, unternehmerisches Denken, Informations- und Recherchehunger, Lern- und Kritikfähigkeit.

03 Ein gemeinsprachliches Wörterbuch und ein Fachwörterbuch genügen

und schon können sich Einsteiger oder Nichtübersetzer ans Übersetzen machen. Weit gefehlt! Wörterbücher sind in erster Linie Nachschlagewerke, deren Hauptzweck darin besteht, die Suche nach der bestmöglichen Übersetzung zu unterstützen. Die kontextspezifische, druckreife Übersetzung steht jedoch eher selten in einem Wörterbuch. Meine Professorin pflegte immer zu sagen: „Das Übersetzen fängt dort an, wo das Wörterbuch aufhört.“ Das war vor vielen Jahren so und trifft auch heute noch den Nagel auf den Kopf.

04 Eine Übersetzung ist unantastbar

Weit gefehlt! Theoretisch ist eine Übersetzung nie fertig. Nach vier Überarbeitungen mag die Übersetzung endlich „rund“ sein, doch bei der 5. Überarbeitung wird fast jeder Übersetzer noch etwas zu „verbessern“ haben. Darüber hinaus stimmen zehn Übersetzungen desselben Textes nie überein. Geben Sie zehn Übersetzern denselben Ausgangstext und Sie werden zehn verschiedene Übersetzungen erhalten.

05 Erfolgreiches Übersetzen setzt ein Übersetzerdiplom voraus

Weit gefehlt! Ein Übersetzerdiplom ist nicht zwingend, es ist aber eine sehr gute Basis für den Einstieg in die Welt des professionellen Übersetzens. Den Königsweg zum Übersetzen gibt es nicht. Nicht selten bringen Übersetzer ohne Diplom die besseren Übersetzungen zustande.

06 Ein Medizinübersetzer muss Medizin studiert haben

Weit gefehlt! Es ist unstrittig, dass ein Medizinstudium sich sehr vorteilhaft auf die Qualität von Medizinübersetzungen auswirken kann. In der Praxis haben jedoch viele Medizinübersetzer nicht Medizin (Wirtschaft, Recht usw.) studiert. Hätten sie das, wären sie vermutlich Arzt (Betriebswirt, Rechtsanwalt usw.).

07 Übersetzer arbeiten für Peanuts

Weit gefehlt! Auf einen Teil der Übersetzer mag das zutreffen. Der Übersetzermarkt ist sehr zersplittert und viele Übersetzer sind Einzelunternehmen. Ein Teil ist nebenberuflich tätig, so dass andere Einkommensquellen den Lebensunterhalt sichern. Freiberufliche Vollzeitübersetzer kalkulieren jedoch anders, insbesondere wenn Einnahmen ausschließlich durch Übersetzungstätigkeit erzielt werden. Letzten Endes kommt es auf die Positionierung im Markt, auf die Art der Aufträge und auf die Zielgruppe an.

08 Übersetzer verlangen zu viel Geld

Weit gefehlt! Professionelle Übersetzer erbringen mindestens dieselbe intellektuelle Leistung wie Ärzte, Anwälte, Informatiker usw., sie erreichen aber im Durchschnitt nicht deren Honorarniveau. Hüten Sie sich vor Billiganbietern! Gute Übersetzungen sind ihr Geld wert, billige sind mit Vorsicht zu genießen.

09 Übersetzen ist eine intellektuelle und einsame Beschäftigung

Weit gefehlt! „Intellektuell“ trifft in vielen Fällen zu, aber „einsam“ nicht unbedingt. Heute ist kaum ein Übersetzer von der Außenwelt abgeschnitten, ganz im Gegenteil. Viele sind mit Kollegen und Kunden vernetzt und tauschen Meinungen und Wissen aus, Internet sei Dank! Telefon und E-Mail gibt es schon lange, soziale Netzwerke wie XING, LinkedIn, Twitter und Übersetzerportale sind hinzugekommen. In größeren Städten finden regelmäßige Übersetzerstammtische oder Fortbildungsveranstaltungen statt.

10 Jeder Übersetzer beherrscht zahlreiche Fremdsprachen

Weit gefehlt! Entgegen der landläufigen Meinung ist eine Sprachkombination völlig ausreichend und kann für ein zufriedenstellendes Auftragsvolumen sorgen. Das Übersetzen aus der Fremdsprache in die Muttersprache ist Standard – Ausnahmen bestätigen die Regel, vor allem, wenn es sich um seltene Sprachkombinationen handelt.

11 Übersetzer sind in allen Fachgebieten zuhause

Weit gefehlt! Kennen Sie einen Augenarzt, der zugleich Herzspezialist, HNO, Orthopäde, Gynäkologe und Onkologe ist? Es ist schon eine große Herausforderung, in einem Fachgebiet Exzellenz-Status zu erreichen und auf dem Laufenden zu bleiben. Darüber hinaus sind Experten gefragter als Generalisten und erzielen höhere Honorare.

12 Übersetzer haben den Inhalt von Wörterbüchern im Kopf

Weit gefehlt! Allein die englische Sprache kennt über 300.000 Wörter und Redewendungen. Kein Mensch verfügt über so viel „RAM“ (random-access memory) oder „Festplattenspeicher“. Ist Ihnen ein Anwalt bekannt, der alle Gesetze, Gesetzestexte und Paragraphen aller Themenbereiche auswendig kennt?

13 Übersetzer sind Besserwisser

Weit gefehlt! Übersetzer sind Perfektionisten, das liegt in der Natur der Sache. Wären sie es nicht, hätten sie ihren Beruf verfehlt. Sätze oder Texte werden so lange von allen Seiten unter die Lupe genommen, bis sie „perfekt” sind. Sie werden wie Edelsteine geschliffen und poliert, bis sie in vollem Glanz erscheinen. Im Idealfall kann der Leser nicht erkennen, dass es sich um eine Übersetzung handelt.

14 Übersetzer sind Frauen mit einem gut verdienenden Partner

Weit gefehlt! Zutreffend ist, dass der Großteil der Übersetzer weiblichen Geschlechts ist, aber Vollzeit arbeitende Übersetzerinnen sind unabhängig und haben nichts dagegen, wenn ihre Partner auf eigenen Beinen stehen.

15 Übersetzer, die Fragen stellen, haben fachliche Defizite

Weit gefehlt! Das Gegenteil ist der Fall. Ein Übersetzer, der Fragen zur Klärung eines Sachverhaltes oder eines Begriffes stellt, zeigt, dass er sich sehr intensiv mit dem Anliegen des Kunden befasst und professionell arbeitet. Sorgfältige Übersetzer decken Fehler in den Ausgangstexten auf und tragen somit wesentlich zur Qualitätssicherung bei. Davon abgesehen sind die Ausgangstexte nicht selten von Nichtmuttersprachlern verfasst und so unverständlich, dass Rückfragen unvermeidbar sind.

16 Ein Übersetzer verbringt den Tag in einer Dolmetscherkabine

oder er stellt sein Können den ganzen Tag in Dolmetschersituationen unter Beweis. Weit gefehlt! Tatsächlich ist ein Teil der Übersetzer auch als Dolmetscher tätig, und nicht wenige Dolmetscher übersetzen auch, aber es kann nicht oft genug wiederholt werden: Ein Übersetzer ist Meister der geschriebenen Sprache, während ein Dolmetscher die Kunst der gesprochenen Sprache beherrscht.

17 Wer übersetzen kann, der kann auch dolmetschen – und umgekehrt

Weit gefehlt! Richtig ist, dass sowohl Übersetzer als auch Dolmetscher Sprache übertragen. Aber: Während Übersetzer sich der geschriebenen Sprache widmen, übertragen Dolmetscher gesprochene Sprache. Folglich erfordert das Übersetzen ganz andere Fähigkeiten und Qualifikationen als das Dolmetschen. An Universitäten wird im Grundstudium beides gelehrt und eingeübt, danach kristallisiert sich ein Schwerpunkt heraus. Tendenziell sind Dolmetscher extrovertiert, Übersetzer introvertiert. Übersetzen ist Handwerk, Dolmetschen ist Mundwerk.

18 Übersetzer lassen sich durch MT- und CAT-Software ersetzen

Weit gefehlt! Maschinelle Übersetzungsprogramme (MT-Tools) können in den Händen von Profis in Bereichen mit hohen Wiederholungsanteilen nützlich sein, sie können und werden humane Übersetzer jedoch niemals verdrängen. MT-Tools können Übersetzer durchaus ergänzen, sie können sie aber keineswegs ersetzen. Gleiches gilt für computergestützte Übersetzungsumgebungen (CAT-Tools) und Übersetzungsdatenbanken (translation memories). MT-Tools sind nicht mit CAT-Tools zu verwechseln.

19 Nur ein Übersetzer, der CAT-Tools einsetzt, ist ein guter Übersetzer

Weit gefehlt! Office-Software, Übersetzungstechnologie und Hardware vom Feinsten nützen nichts, wenn Möchtegernübersetzer Übersetzungen mithilfe von CAT-Tools anfertigen. Auch in der Übersetzerwelt gilt: „Garbage in, garbage out“.

20 Jeder, der zwei Sprachen spricht, kann auch übersetzen

Weit gefehlt! Es gehört mehr dazu (siehe Punkt 02). Was nützt es, wenn die amerikanische Frau meines deutschen Freundes Felix aus einer Medizinübersetzung einen perfekten englischen Text macht, der aber inhaltlich und terminologisch fehlerhaft ist? Das ist wie “Operation gelungen, Patient tot.

21 Übersetzer sind großzügige „Kreditgeber“

Weit gefehlt! Ein Zahlungsziel von maximal 30 Tagen wird von einigen Übersetzern unter Umständen noch akzeptiert, aber Übersetzer, die ihren Kunden ein Zahlungsziel von mehr als 30 Tagen einräumen, gewähren ihnen de facto einen zinslosen Kredit. Wenn Übersetzer längere Zahlungsziele einräumen, sind die Zinsen im Preis enthalten.

22 Eine Übersetzung ist top, wenn der Kunde sie top findet

Weit gefehlt! Welcher Kunde ohne Übersetzungshintergrund ist in der Lage, die Qualität einer Übersetzung beurteilen zu können? Selbst eine richtige und „gut klingende“ Übersetzung kann Fehler enthalten.

Autor: Aniello Scognamiglio, als PDF-Download abrufbar: TransInterpret22.pdf

Ein Dankeschön an Frau Hippe-Heisler, die mich zum Schreiben des Artikels inspiriert hat:

http://hippe-heisler.blogspot.co.uk/2011/09/top-10-misconceptions-about-translation.html

 

Wenn Sie mehr erfahren möchten:

Deutsch: http://www.iti.org.uk/pdfs/trans/German.pdf

Englisch: http://atanet.org/docs/Getting_it_right.pdf

Italienisch: http://www.aiti.org/pubblicazioni.html

 

Fotonachweis: Gerd Altmann (pixelio.de)

Facebook bleibt Einbahnstraße

Düsseldorf, 21. März 2012

Zweite Social-Media-Studie von A.T. Kearney zeigt: Große Verbrauchermarken nutzen Möglichkeiten von Facebook zur Zwei-Wege-Kommunikation nicht aus

Obwohl Unternehmen Social Media allgemein als wichtige Priorität für 2012 ausgemacht haben, haben die meisten von ihnen nach wie vor keine Zwei-Wege-Kommunikation mit ihren Kunden etabliert. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von A.T. Kearney, in der zum zweiten Mal die Facebook-Auftritte der weltweit 50 größten Marken untersucht wurden. Neben dem Maß an Verbraucherinteraktion wurden die Online-Unternehmenstransparenz sowie die Reaktionsbereitschaft der Unternehmen untersucht. Im Untersuchungszeitraum Dezember 2011 haben von den 48 Marken, die über ein Facebook-Profil verfügen, 27 auf keine einzige Kundenrückmeldung reagiert. 38 von 48 Unternehmen haben immer noch Company-Only oder Company-Filtered Walls. 94 Prozent der Unternehmen schließlich führen Besucher auf eine Seite mit Einweg-Kommunikation. Der Jahresvergleich zeigt, dass sich die wichtigsten Markenunternehmen nach wie vor schwer tun, Social Media im Spektrum der Unternehmenskommunikation anzunehmen. Im Gegensatz dazu jedoch hat die Menge der Online-Nachrichten von Kunden sehr stark zugenommen, was auf die zunehmend wichtige Rolle von Social Media als Kommunikationsinstrument hinweist.

Dr. Martin Fabel, Partner und Marketing-Experte bei A.T. Kearney, erläutert: „Die von uns untersuchten Unternehmen vereinen 180 Millionen Online-Fans auf sich; 3.000 ihrer Posts haben wir uns in unserer Studie näher angeschaut. Dabei haben wir festgestellt, dass die Mehrheit der Unternehmen noch stark in den alten Gewohnheiten der Einweg-Kommunikation gefangen ist, obwohl die User ihrer Erwartung, mit ihren Marken zu interagieren, immer stärkeren Ausdruck verleihen. Zwar gibt es eine Handvoll Marken, die ihre Aktivitäten auf Facebook im letzten Jahr intensiv weiterentwickelt hat, mehrheitlich hinken sie mit ihrer Kommunikation und Interaktion in den sozialen Medien jedoch hinterher.“

Nach wie vor wenig Interaktion

Die Untersuchung hat ergeben, dass 94 Prozent (2011: 91 Prozent) der Unternehmen ihre Besucher auf eine Seite leiten, die lediglich Kommunikation in eine Richtung zulässt.

Darüber hinaus haben 38 von 48 Unternehmen mit einer Facebook-Seite ihre Wall gefiltert, um ausschließlich Company-Only-Posts anzuzeigen, oder ihre Wall auf Unternehmens-Posts begrenzt. Nur ein Unternehmen ist seit der letzten Studie dazu übergegangen, ungefiltert zu kommunizieren.

Auch hinsichtlich der Reaktionsbereitschaft hat sich kaum etwas verändert: 27 von 48 Unternehmen reagierten auf keine einzige Kundenrückmeldung. Nur vier Unternehmen reagierten auf mehr als 25 Prozent der Kunden-Posts. In der Untersuchung aus dem vergangenen Jahr verzichteten 25 von 45 auf jedwede Reaktion gegenüber Kunden.

„Heute sind die Konsumenten vielleicht zufrieden oder sogar überrascht, wenn sie eine direkte Rückmeldung von einem Unternehmen erhalten. Die Kunden von morgen jedoch werden ungleich höhere Erwartungen haben“, so Marketing-Experte Fabel.

Was Verbrauchern „gefällt“

Immer stärker weisen die User darauf hin, welche Art von Interaktion sie wünschen bzw. erwarten. Mit der „Gefällt mir“-Schaltfläche von Facebook als einem Indikator zeigte die neue Studie, dass den Verbrauchern persönliche Unternehmens-Posts durchschnittlich zweieinhalb Mal mehr „gefallen“ als alle anderen Arten von Unternehmens-Posts zusammen.

Dabei wurden vier Arten von Posts untersucht: Persönliche Posts, die aus einer persönlichen Frage oder einem persönlichen Statement der Verbraucher bestehen, aber nicht speziell das Produkt bewerben; Werbe-Posts, die mit einem Gutschein verbunden sein können; informative Posts, die produktrelevante Informationen für die Verbraucher bereitstellen; und schließlich externe Posts, die sich auf Inhalte außerhalb von Facebook beziehen und einen Link mitliefern und vom Unternehmen selbst erstellt sein können, aber nicht müssen.

Hier liegt ein deutlicher Unterschied zum Vorjahresergebnis vor, als 80 Prozent der Verbraucher-„Likes“ über persönliche, werbliche und informative Posts relativ gleichmäßig verteilt waren.

„Wenn man die Verbraucher dazu bekommt, sich zu äußern, dann tun sie etwas für eine Marke – egal, ob sie ihnen ‚gefällt‘ oder sie diese hassen, sie setzen sich für eine Meinung ein. Und genau hier bietet sich ein wichtiger Anknüpfungspunkt für Unternehmen“, erklärt Fabel.

Ähnlich wie im letzten Jahr erfolgte über die Hälfte aller Konsumentenrückmeldungen in direktem Zusammenhang mit persönlichen Unternehmens-Posts. Trotz dieser Tatsache jedoch posten Unternehmen nicht annähernd so viele persönliche Nachrichten wie werbliche oder externe Posts – 61 Prozent der im Rahmen der Studie überprüften Unternehmens-Posts waren werblicher oder externer Natur, nur 13 Prozent waren persönlich.

„Alles deutet darauf hin, dass wir uns nicht nur an Social-Media-Marketing gewöhnen müssen, sondern dass es sich hier um einen Trend handelt, den man so schnell und kreativ wie irgend möglich mitgestalten sollte. Unternehmensinteraktion mit Konsumenten ist ganz klar gefragt und die Verbraucher werden diese Nachfrage immer intensiver zum Ausdruck bringen. Für Unternehmen, die ihnen zuhören und die Chance nutzen, mehr über sie zu erfahren, sind die Chancen enorm”, so Fabel abschließend.

Über die Social-Media-Studie

Die Social-Media-Untersuchung von A.T. Kearney wurde 2010 erstmalig durchgeführt, um den wachsenden Raum zu begreifen, den die sozialen Medien in der Kommunikation und den Verbraucherbeziehungen von Unternehmen aus Handel und Konsumgüterindustrie einnehmen. Die Top-50 Unternehmen wurden aus dem Interbrand-Ranking der weltweit wichtigsten Marken 2011 ausgewählt und die Facebook-Profilseiten anhand verschiedener Kriterien untersucht.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

Meike Fuhlrott
Marketing und Communications
A.T. Kearney GmbH
Kaistraße 16 A
40221 Düsseldorf
Deutschland

 

Quelle: A. T. Kearney, Pressemitteilung vom 21.03.2012

Fotonachweis: Gerd Altmann (pixelio.de)

B2B Online-Monitor 2012 – Kommunikationsstrategie: Erklärtes Ziel mit schlechten Voraussetzungen

20. März 2012

Der B2B Online-Monitor ist erneut Augenöffner des deutschen B2B-Sektors: Die diesjährigen Ergebnisse der Studie zeigen beim Thema Kommunikationsstrategie einen deutlichen Widerspruch zwischen Eigenwahrnehmung der Unternehmen und tatsächlicher Umsetzung. Durchgeführt wurde die Umfrage im dritten Jahr in Folge von Die Firma, Spezialist für digitale B2B-Kommunikation, und dem B2B-Marktforschungsunternehmen Consultic. Die Ergebnisse inklusive Editorial, Executive Summary, Interviews mit namenhaften Kommunikationsexperten und dem Fazit stehen ab sofort unter www.b2b-online-monitor.de kostenfrei zur Verfügung.

Zwar bewerten 87 Prozent der befragten Unternehmen eine ganzheitliche Online-Kommunikationsstrategie als notwendig, rund drei Viertel planen sogar konkret deren Entwicklung oder Ausbau. Dennoch gibt über die Hälfte der Teilnehmer an, dass Geschäftsbereiche nicht gemeinsam an der Entwicklung der Online-Kommunikation beteiligt sind. Die kommunikative Schulung der Mitarbeiter und ihre ganzheitliche Einbindung in die Kommunikationsmaßnahmen fehlen bei 44 Prozent. Rund 70 Prozent der Unternehmen gestehen zudem, dass ihre Software-Lösungen und Web-Technologien nicht oder nur unzureichend miteinander vernetzt sind.

Komplexität und knappe Ressourcen als Stolpersteine

Aufschlussreiches zeigt auch die Frage nach den strategisch wichtigen Teilbereichen zur digitalen Markenführung: Im Durchschnitt beurteilen die Teilnehmer elf von siebzehn Teilbereichen als bedeutsam. Gleichzeitig geben rund drei Viertel aller Unternehmen an, dass sich maximal bis zu fünf Mitarbeiter mit der Online-Kommunikation beschäftigen. Die internen Ressourcen, um die Komplexität der modernen Kommunikationslandschaft strategisch sinnvoll bewältigen zu können, scheinen somit sehr begrenzt. Trotzdem bleiben auch die finanziellen Mittel für externes Know-how knapp: 59 Prozent der Befragten geben jährlich maximal bis zu 50.000 Euro für entsprechende Dienstleister aus.

Social Media und mobile Kommunikation

Social Media und das Thema „Mobile Kommunikation und Anwendungen“ sind bei den Teilnehmern präsent: Die Unternehmen zeigen sich im Bereich Social Media aktiver als im Vorjahr, 38 Prozent sind jedoch mit den bisherigen Ergebnissen unzufrieden. Ursachen sind auch hier eine fehlende Strategie, die 48 Prozent der Befragten einräumen, oder fehlendes Monitoring, das 58 Prozent angeben. Im Hinblick auf mobile Anwendungen verhalten sich insbesondere kleine und mittlere Unternehmen noch abwartend. Das Thema steht allerdings auf der Agenda: Die Hälfte der Teilnehmer erklärt, dass sich der Zugriff auf ihre Website über mobile Endgeräte in den kommenden zwei Jahren mindestens verdoppeln wird. 37 Prozent sehen zudem durch mobile Anwendungen und Funktionen einen Mehrwert für die Kunden und 32 Prozent gehen davon aus, dass ihre Mitarbeiter zunehmend mit mobilen Geräten ausgestattet werden.

„Einerseits ist es erfreulich, dass Themen wie Social Media und mobile Kommunikation in den Unternehmen angekommen sind“, sagt Marco Fischer, Geschäftsführer von Die Firma. „Andererseits erschreckt der Widerspruch zwischen angestrebter Kommunikationsstrategie und den dafür geschaffenen Voraussetzungen. Mit unangepassten Prozessen sowie minimalen personellen und finanziellen Ressourcen bleibt es mehr als zweifelhaft, ob eine vernetzte und ganzheitliche Kommunikation tatsächlich entstehen kann. Im Hinblick auf die Komplexität der heutigen Kommunikationslandschaft muss dies aber zwangsläufig zu Problemen und Misserfolgen führen. Nicht zuletzt weisen zahlreiche Kommunikationstrends im B2B-Bereich in eine Richtung: Zukunftsweisend stellen sich Unternehmen nur mit einem strategischen Ansatz auf, der vernetzt arbeitet, sich konsequent am Kunden orientiert und ein stimmiges Gesamterlebnis erzeugt.“

Methode

Der B2B Online-Monitor 2012 wurde zwischen dem 17. Oktober und dem 30. November 2011 als Online-Befragung durchgeführt. 220 Unternehmensvertreter nahmen daran teil. Die Mehrheit der Teilnehmer ist im Bereich Marketing/Produktmanagement oder Unternehmenskommunikation tätig, ein signifikanter Anteil kommt aus Vorstand oder Geschäftsführung der Unternehmen. Hinsichtlich Unternehmensgröße und -umsatz hat der B2B Online-Monitor eine breite Basis von mittelständischen Betrieben bis zu Unternehmen mit konzernähnlichen Strukturen befragt.

 

Quelle: Pressemeldung, Ronny Drews, Presse & Öffentlichkeitsarbeit,
Telefon: +49 611 2385027 – r.drews(at)diefirma.de

Fotonachweis: Stephanie Hofschläger (pixelio.de)

Übersetzer und Dolmetscher tragen maßgeblich zum Erfolg international agierender Unternehmen bei

Hattingen, 29.02.2012

Die wirtschaftliche Konjunktur ist im Aufwind, die Exporte boomen: 2011 knackten die deutschen Exporte erstmals die Billionen-Marke und stiegen um 11,4 Prozent auf 1.060 Billionen Euro. Diesen internationalen Erfolg verdanken deutsche Unternehmen nicht nur ihren Strategen, Entwicklern und Qualitätsstandards, sondern auch einer Berufsgruppe, die eher im Hintergrund wirkt – den Übersetzern und Dolmetschern. “Im Zeitalter der Globalisierung gibt es kaum ein Unternehmen, das noch ohne Übersetzungsdienste auskommt. Sprachmittler sind das Bindeglied zwischen einem Unternehmen und seinen Geschäftspartnern und Kunden, ganz gleich ob es um internationale Vertragsverhandlungen geht oder um die Übertragung von technischen Dokumentationen, Betriebsanleitungen und Werbebroschüren in andere Sprachen”, betont Reiner Heard, Vorsitzender des Fachverbandes der Berufsübersetzer und Berufsdolmetscher e. V. – ATICOM. Dem Mikrozensus 2010 des Statistischen Bundesamtes zufolge hat sich in Deutschland die Zahl der Übersetzer und Dolmetscher seit 2003 auf 40.000 verdoppelt. Diese Zahlen werden sich in Zukunft noch weiter erhöhen, denn je mehr sich deutsche Unternehmen neue Märkte im Ausland erschließen und internationale Geschäftsbeziehungen unterhalten, desto wichtiger wird die Arbeit von Übersetzern und Dolmetschern.

Verhandlungssicher auf internationalem Parkett
Anders als für manchen deutschen Politiker ist Englisch zwar für viele Geschäftsleute kein
Buch mit sieben Siegeln, sondern zweite Geschäftssprache. Doch wenn es um offizielle Vertragsverhandlungen oder komplexe Geschäftsabschlüsse geht, ist ein professioneller Dolmetscher unverzichtbar. Gleiches gilt in besonderem Maße für Geschäftsbeziehungen zu Unternehmen, die nicht in Europa oder den USA angesiedelt sind, denn schließlich spricht kaum ein Unternehmer fließend und verhandlungssicher Koreanisch, Chinesisch oder Russisch. Bereits bei den ersten Gesprächen mit künftigen Geschäftspartnern leisten Dolmetscher wertvolle Dienste, denn ein ausgebildeter Dolmetscher beherrscht nicht nur die jeweilige Landessprache, er kennt auch die gesellschaftlichen und kulturellen Besonderheiten des Landes und sorgt dafür, dass das erste Treffen ohne  Missverständnisse und Tritt ins Fettnäpfchen verläuft. Missverständnisse kann es aber nicht nur im persönlichen Kontakt mit ausländischen Geschäftspartnern geben, sondern auch, wenn ein Unternehmen kein Geld für professionelle Übersetzer ausgeben will.

Fatale Folgen für Unternehmen durch fehlerhafte Übersetzungen
“1. die Verpackung zu auspacken und die Lampekette zu abnehmen 2. anschliessen mit dem Strom und pruefen, ob die Lampen und die Schmuckszubehoere in Ordnung sind, wenn es irgendein Problem gaebe, muss es sofort wechseln sein.” Wer diese Übersetzung einer Betriebsanleitung liest, kann sicher sein, dass hier kein Profi am Werk war. Manche Unternehmen sparen sich die Kosten für einen professionellen Übersetzer und lassen lieber Mitarbeiter oder automatische Übersetzungsprogramme auf die Texte los. Was dabei herauskommt, ist unfreiwillig komisch, unverständlich und kann für das Unternehmen fatale Folgen haben. Der Deutsche Fachverband für Technische Kommunikation und Informationsentwicklung hat 2010 in einer Studie die Folgen mangelhafter Gebrauchs- und Bedienungsanleitungen untersucht. Die Studie ergab, dass jede 10. Dokumentation schwere Mängel aufwies, die zum Teil auf fehlerhafte Übersetzungen zurückzuführen waren. Für Unternehmen kann es unangenehme Folgen nach sich ziehen, wenn sie an der falschen Stelle sparen: In Deutschland gilt das Fehlen einer deutschen Betriebsanleitung bereits als Sachmangel, und wenn Unfälle auf eine fehlerhafte Produkt- oder Betriebsanleitung zurückzuführen sind, muss der Hersteller oder Importeur mit rechtlichen Schritten und erheblichen Schadensersatzforderungen rechnen.

Regelmäßige Fortbildung wird für Sprachmittler künftig noch wichtiger
Ohne Übersetzer und Dolmetscher geht in unserer globalisierten Welt nichts mehr und das wird sich auch in Zukunft nicht ändern. Die Internationalisierung der Wirtschaft schafft einen enormen Bedarf an Übersetzungsleistungen, stellt aber auch wachsende Anforderungen an Sprachmittler. Neben einer qualifizierten Ausbildung wird von Dolmetschern und Übersetzern heute mehr denn je erwartet, dass sie sich in ihrem Spezialgebiet laufend weiterbilden. Es genügt heute nicht mehr sprachlich up-to-date zu sein, es wird erwartet, dass Übersetzer und Dolmetscher über die Entwicklungen in ihrem Fachgebiet sowie in technischen und rechtlichen Belangen auf dem Laufenden sind. Als Fachverband der Berufsübersetzer und Berufsdolmetscher engagiert sich ATICOM deshalb seit jeher besonders für die Fort- und Weiterbildung und bietet Seminare, Kurse und Veranstaltungen an, in denen sich Übersetzer und Dolmetscher laufend weiter qualifizieren können, um so die Herausforderungen der Zukunft noch besser zu meistern.

Über ATICOM e. V.
Der Fachverband der Berufsübersetzer und Berufsdolmetscher ATICOM e. V. mit Sitz in
Hattingen, Nordrhein-Westfalen, wurde 1999 gegründet. Als spezifische Interessenvertretung professioneller, ausgebildeter Übersetzer und Dolmetscher fungiert ATICOM als Schnittstelle zwischen rund 200 Mitgliedern und potenziellen Auftraggebern wie Unternehmen, Verbänden, Behörden und Institutionen. Über die Website www.aticom.de, die jährlich über 700.000 Seitenaufrufe verzeichnet, und das elektronische Mitgliederverzeichnis sind für zahlreiche Sprachen und Fachgebiete qualifizierte Übersetzer und/oder Dolmetscher zu finden.

ATICOM setzt sich intensiv für die Professionalisierung des Berufsstandes ein und nimmt gemäß strengen Aufnahmekriterien nur Personen als Mitglieder auf, die eine berufliche
Qualifikation als Übersetzer und/oder Dolmetscher bzw. entsprechende Berufserfahrung
nachweisen können und den Beruf auch persönlich ausüben. Charakteristisch für ATICOM sind schlanke, demokratische Strukturen, wirtschaftliche Effizienz, hohe Transparenz und der kontinuierliche, direkte Austausch mit den Mitgliedern. Wichtige Schwerpunkte der Verbandsarbeit sind neben der intensiven Kooperation mit gleichgesinnten Verbänden im In- und Ausland die umfassende Weiterbildung der ATICOM-Mitglieder. So werden kontinuierlich berufsspezifische Seminare und Veranstaltungen zu verschiedenen Themen angeboten, wie z. B. Marketing, Kundenbindung, Preiskalkulation, Steuerrecht, Gerichtsdolmetschen, HTML und elektronische Medien.

ATICOM wurde im August 2002 als Vollmitglied in den Weltverband FIT aufgenommen und wirkt seitdem aktiv in verschiedenen Gremien der Dachorganisation mit.
(www.aticom.de)

Quelle: ATICOM, Pressemitteilung vom 29.02.2012

Fotonachweis: Gerd Altmann (pixelio.de)

2. Internationale Fachkonferenz “Übersetzen in die Zukunft”

2. Internationale Fachkonferenz “Übersetzen in die Zukunft”

Berlin, 16. Februar 2012

Der Bundesverband der Dolmetscher und
Übersetzer e. V. (BDÜ) veranstaltet vom 28. bis 30. September 2012 die
2. Internationale Fachkonferenz “Übersetzen in die Zukunft“ in Berlin.
Das Leitthema der diesjährigen Veranstaltung lautet “Dolmetscher und
Übersetzer: Experten für internationale Fachkommunikation”. Damit
rückt der Verband die Expertenkompetenz von Dolmetschern und
Übersetzern sowie den aktuellen Trend zur Spezialisierung in den
Fokus.

Die Teilnehmer können sich aus rund 150 Vorträgen,
Seminaren und Workshops ein individuelles Programm
zusammenstellen. Darunter sind Veranstaltungen zu übergeordneten
Themen wie Marketing und Terminologieverwaltung ebenso wie
Fachvorträge zum Dolmetschen im Gesundheitswesen,
Softwarelokalisierung oder Literaturübersetzen. Eine begleitende
Fachmesse und eine Stellenbörse runden das Tagungsprogramm
ab. Die Fachkonferenz richtet sich an Dolmetscher und Übersetzer –
ob selbstständig tätig oder angestellt. Studierenden gewährt die
Veranstaltung interessante Einblicke in die Berufspraxis.

Der Verband konnte prominente Keynotespeaker für den Kongress
gewinnen. Den Eröffnungsvortrag hält Prof. Dr. Annette Schavan,
Bundesministerin für Bildung und Forschung. “Um sich auf
internationaler Ebene auszutauschen oder um wissenschaftliche
Erkenntnisse in die Gesellschaft zu vermitteln, brauchen
Forscherinnen und Forscher ein Sprachverständnis, das sie
außerhalb ihrer Muttersprache nicht immer haben”, so Schavan. “Oft
geht es darum, neue Ideen und extrem komplexe Zusammenhänge
zu erklären. Hier tragen professionelle Übersetzer zu einem
besseren Verständnis bei.”

Die Online-Anmeldung zur Fachkonferenz ist ab sofort möglich. Der
Veranstalter erwartet 1.500 Teilnehmer aus dem In- und Ausland und
empfiehlt eine zeitige Buchung, denn die Plätze für Seminare und
Workshops sind limitiert. Wer sich bis 31. Mai 2012 anmeldet,
profitiert von einem Frühbucherrabatt. Nähere Informationen zum
Programm der Fachkonferenz und zur Online-Anmeldung gibt es im
Internet unter www.uebersetzen-in-die-zukunft.de.

 

 

 

 

Die Konferenzdaten auf einen Blick:
2. Internationale Fachkonferenz “Übersetzen in die Zukunft”
“Dolmetscher und Übersetzer: Experten für internationale Fachkommunikation”
28. – 30. September 2012
Beginn: Freitag 12.30 Uhr (Einlass ab 9.00 Uhr)
Ende: Sonntag 15.00 Uhr
Freie Universität Berlin
Henry-Ford-Bau, Garystraße 35, 14195 Berlin-Dahlem
www.uebersetzen-in-die-zukunft.de

Über die Fachkonferenz “Übersetzen in die Zukunft”:
Die Internationale Fachkonferenz “Übersetzen in die Zukunft” ist eine Veranstaltung
des Bundesverbandes der Dolmetscher und Übersetzer e. V. (BDÜ). Mit der
Fachkonferenz will der Verband in Europa eine Plattform für den Austausch von
Dolmetschern und Übersetzern aus der ganzen Welt schaffen. Neben Vorträgen,
Seminaren und Workshops gibt es eine Stellenbörse sowie eine Fachmesse. An der
ersten Fachkonferenz im September 2009 nahmen rund 1.600 Teilnehmer aus über
40 Ländern teil. Die BDÜ Weiterbildungs- und Fachverlagsgesellschaft mbH, ein
Tochterunternehmen des BDÜ, ist Organisator der Veranstaltung. Weitere
Informationen zur Veranstaltung gibt es unter www.uebersetzen-in-die-zukunft.de.

Über den Bundesverband der Dolmetscher und Übersetzer e. V. (BDÜ):
Der Bundesverband der Dolmetscher und Übersetzer e. V. (BDÜ) mit Sitz in Berlin
vertritt seit über 50 Jahren die Interessen von Dolmetschern und Übersetzern
gegenüber Politik und Öffentlichkeit. Mit mehr als 7.000 Mitgliedern repräsentiert der
BDÜ über 75 Prozent aller organisierten Dolmetscher und Übersetzer. Er ist damit der
größte Berufsverband für Dolmetscher und Übersetzer in Deutschland und Europa.
Weitere Informationen über den Verband gibt es unter www.bdue.de.

Quelle: Pressemitteilung der BDÜ Weiterbildungs- und Fachverlagsgesellschaft mbH vom 16. Februar 2012

Internet World – die E-Commerce Messe am 27.-28. März 2012 in München

Die nächste Internet World – Die E-Commerce-Messe – findet am 27.-28. März 2012 im ICM München statt.

Der Schwerpunkt der Messe liegt auf E-Commerce-Lösungen: Welche Trends entwickeln sich rund um Mobile-Commerce? Was gibt es Neues zur Steigerung der Conversionrate? Wie wirken sich Entwicklungen bei der Shop-Software, Technik des Internets und E-Payment auf Nutzerverhalten und Usability aus? Auf 8000 qm präsentieren sich etwa 200 Aussteller.

Unter dem Motto “Die Zukunft des E-Commerce” präsentieren im begleitenden Kongress praxiserfahrene Referenten u. a. von Facebook, Deutsche Bahn, Deutsche Post, Dell, spannende Vorträge und aktuelle Case Studies zu den Themen Conversion-Optimierung, Online-Marketing & E-Mail-Marketing, Social Media & Social Commerce, Emotional Shopping, Mobile Commerce, Multichannel, Rechtswissen u. v. m.

Quelle: Pressemitteilung der Neue Mediengesellschaft Ulm mbH

Zur Anmeldung: http://www.internetworld-messe.de/

Wie viel XING darf es sein?

Wenige Tage vor Weihnachten 2011 blieb die „weiße Pracht“ zwar aus, doch dafür hagelte es Beitritte in der im Mai 2011 auf XING gegründeten BDÜ-Gruppe. Das deutsche Unternehmen XING – bis 2006 „openBC“ – ist eine webbasierte Plattform für geschäftliches Netzwerken, das sich im deutschsprachigen Raum großer Beliebtheit erfreut. Der Name „XING“ wurde aus Gründen der Internationalisierung gewählt und bedeutet auf Chinesisch so viel wie „es funktioniert“, „es klappt“; auf Englisch steht „XING“ für „crossing“ (Kreuzung), was als Begegnung von Geschäftskontakten gesehen werden kann. Nach einem Rundbrief des BDÜ an seine Mitglieder hatten ungefähr 500 Übersetzer und Dolmetscher das Potenzial der BDÜ-Gruppe auf XING erkannt. Innerhalb von weniger als 24 Stunden schnellte die Mitgliederzahl von 250 auf 750. Das ist rekordverdächtig! Mitte Januar wurde das 1000. Gruppenmitglied begrüßt, Tendenz weiter steigend – momentan stehen wir kurz vor 1.100.

Worauf ist dieses große Interesse zurückzuführen?

Social Media Marketing ist schon längst kein Hype mehr. Ein Allheilmittel ist es auch nicht, aber es hat sich im unternehmerischen Alltag etabliert. Eingefleischte Social-Media-Befürworter behaupten sogar, dass eine Enthaltsamkeit gleichzusetzen sei mit Nichtexistenz des Unternehmens. Wohlgemerkt, auch Freiberufler sind Unternehmer. Folglich stellt sich nicht die Frage, ob man „mitmacht“, sondern wie – und welche Ziele man verfolgen möchte. Die Social-Media-„Kanäle“ XING, LinkedIn, Twitter, Facebook, Google+, YouTube und flickr, um einige Schwergewichte der Internetbranche zu nennen, können durch ein als „Schaltzentrale“ („Hub“) dienendes Weblog (Blog) miteinander verknüpft werden, um den zeitlichen Aufwand zu reduzieren. Ob man wirklich überall vertreten sein und „mitmachen“ muss, das sei einmal dahin gestellt. Die Meinungen gehen hier weit auseinander. Letztlich muss dies jeder für sich selbst und für sein Unternehmen entscheiden.

Auf dieses komplexe Thema geht eine Kollegin in Kürze näher ein. Im heutigen Newsletter geht es um den BDÜ und die BDÜ-Gruppe auf XING, um die Chancen, die sich daraus ergeben. Die anderen Social-Media-„Kanäle“ bleiben zunächst außen vor.

Während zur verbandsinternen Plattform MeinBDÜ ausschließlich BDÜ-Mitglieder Zugang haben, ist die BDÜ-Gruppe auf XING eine offene, d. h. für jedermann sichtbare Gruppe ohne Zugangsrestriktionen. Jeder hat zumindest lesenden Zugriff auf die Foren. Jeder kann der Gruppe beitreten, auch Kunden und Interessenten, CAT-Tool-Hersteller, Anwälte, Hochschulabsolventen und Studenten usw. Die im „BDÜ-Space“ abgeschotteten BDÜ-Mitglieder sind nicht mehr ausschließlich unter sich und können die Chancen der öffentlichen Vernetzung und Vermarktung eher zu ihrem Vorteil nutzen, da sie auch von der externen Welt (potenzielle Kunden weltweit!) wahrgenommen werden. Bei 11 Mio. XING-Mitgliedern ist das Potenzial riesig.

Doch eins sei vorweggenommen: Das bloße Anlegen eines Profils führt in der Regel zu Enttäuschungen. Wer wahrgenommen werden möchte, beteiligt sich an Diskussionen, schreibt einen Beitrag in einem Forum, unterstützt einen Kollegen bei der Lösung eines Problems, verweist auf eine interessante Veranstaltung, gibt Fachliteraturtipps, schreibt einen Newsletter usw. Das Geben als Kernphilosophie aller geschäftlichen Netzwerke steht stets im Vordergrund der Online-Aktivitäten – das gilt auch auf XING. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis das Geben Früchte trägt. Darüber hinaus kann das Gruppenmitglied seine eigene Marke entwickeln bzw. weiterentwickeln. Dass das nicht von heute auf morgen und ohne Zeitaufwand geht, versteht sich von selbst. Präsenz, Sichtbarkeit und Aktivität lauten die Zauberworte.

Zusammengefasst bietet die BDÜ-Gruppe auf XING ihren Mitgliedern und somit auch dem BDÜ eine Reihe von Chancen:

Mehr Transparenz und Steigerung des Bekanntheitsgrades

Der BDÜ wird transparenter und steigert seinen Bekanntheitsgrad – auch im Ausland. Davon profitieren auch seine Mitglieder. „BDÜ“ wird zu einer internationalen Marke. Kunden und Interessenten erhalten Einblicke in die Arbeitswelt und Herausforderungen der Übersetzer und Dolmetscher, da die Gruppe öffentlich und für jeden zugänglich ist. Das Bewusstsein in der Öffentlichkeit wird dahingehend geschärft, dass professionelles Übersetzen und Dolmetschen nicht mit maschineller Übersetzung oder Wörterbuchwälzen gleichzusetzen ist, sondern ein anspruchsvoller Beruf, der vielfältige Talente und Fähigkeiten erfordert.

Einfache Kontaktaufnahme zu anderen Mitgliedern und Geschäftsanbahnung

XING ist eine webbasierte Plattform für geschäftliches Netzwerken. Die Gruppenmitglieder nehmen unkompliziert Kontakt miteinander auf, sie vernetzen sich, tauschen sich aus, stellen Informationen mit Mehrwert zur Verfügung, lernen sich gegenseitig kennen und vertrauen einander. Durch die Forendiskussionen kann sich jeder ein Bild von den anderen Mitgliedern machen. Kunden und Interessenten lernen potenzielle Dienstleister kennen und treten mit Anfragen und Aufträgen an sie heran, Geschäftspartnerschaften entstehen. Ein Engagement ist eine einfache Möglichkeit zur Eigenpräsentation in einem geschäftsorientierten Ambiente.

Engagement in der BDÜ-Gruppe ist Kommunikation und Marketing

Je aktiver und engagierter sich ein Mitglied einbringt – in puncto Ton, Nutzwert, Reaktionsschnelligkeit und Häufigkeit – desto effektiver das Marketing. Überlegen Sie, welche Informationen für Kollegen, Kunden und Interessenten relevant sein können und Mehrwert darstellen. Geben Sie Wissen weiter. Verkaufen Sie nicht Ihre Dienstleistungen. „People don’t like to be sold, but they love to buy”. XING ist nicht der richtige „Ort“ für einen Sales-Pitch. Kommentare von anderen Mitgliedern bedeuten „Mitmachen“. Interaktion ist das Beste, was Ihnen passieren kann. Und denken Sie immer daran: Auch Kollegen sind potenzielle Kunden und Referenzgeber.

Kanalisieren und Filtern von Informationen

Wertvolle Inhalte im Internet zu finden kann schwieriger sein als die Suche nach der Stecknadel im Heuhaufen. Was Sprachmittler benötigen, sind nicht mehr Inhalte, sondern gute „Filter“, die schnell und zuverlässig zu den wertvollen Informationen führen, die das Internet zu bieten hat. Andere Sprachmittler sind die besten „Filter“. Der Trendbegriff dafür heißt „Kanalisieren“. Auf einen Link aus dem eigenen Kollegenkreis klickt man eher als auf einen Link von einem Unbekannten.

Schutz der Privatsphäre – Einstellungen

Es mag paradox klingen, einerseits eine öffentliche Bühne zu betreten und sich „in die Karten schauen“ zu lassen und sich andererseits Gedanken über den Datenschutz zu machen. Auf XING ist beides möglich. Sie können über die Funktion „Einstellungen“, die XING bietet, Ihre Privatsphäre je nach Bedürfnis konfigurieren, z. B. ob Ihre Beiträge von Suchmaschinen gefunden werden sollen oder ob Sie in Beiträgen namentlich zitiert werden möchten usw. Wie viel Sie von sich preisgeben, entscheiden Sie allein. Neuen XING- bzw. Gruppenmitgliedern sei empfohlen, gleich nach der Anmeldung die Einstellungen zur Privatsphäre anzupassen. Wer auf XING „anonym“ bleiben will, kann das durchaus sein, nur wird damit die Chance auf weitreichende geschäftliche Kontakte drastisch verringert, was nicht im Sinne der BDÜ-Gruppe ist.

Entscheiden Sie sich fürs Mitmachen, ganz nach dem Vorbild von Jeffrey Gitomer:
I give value first. I help other people. I strive to be the best at what I love to do.
I establish long term relationships with everyone. I have fun and I do that every day.

Autor: Aniello Scognamiglio

Der Artikel ist heute als Newsletter in der Gruppe “BDÜ – Bundesverband der Dolmetscher und Übersetzer” auf XING verschienen.

Der Artikel wurde im MDÜ (Fachzeitschrift für Übersetzer und Dolmetscher), Ausgabe 1/12, unter dem Titel “Und jetzt auch noch XING!?” veröffentlicht: 46_47_mdue_2012_0114_xing_gruppe.pdf

Das MDÜ können Sie über den Fachverband BDÜ beziehen: www. bdue.de, Rubrik “Fachzeitschrift MDÜ”.

Fotonachweis: Gerd Altmann (pixelio.de)

Der BDÜ auf XING zählt jetzt schon über 1.000 Gruppenmitglieder

Wenige Tage vor Weihnachten 2011 blieb der angekündigte Schnee in München zwar aus, doch dafür hagelte es Beitritte in der Ende Mai 2011 gegründeten BDÜ-Gruppe auf dem webbasierten sozialen Netzwerk XING (chinesisch für „es ist möglich“). Etwa 500 neue Gruppenmitglieder hatten das Potenzial der XING-Gruppe erkannt und ließen innerhalb von weniger als 24 Stunden die Mitgliederzahl von 250 auf 750 schnellen. Am 12.01.2012 wurde Gruppenmitglied Nr. 1.000 begrüßt, Tendenz weiter steigend …

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https://www.xing.com/net/pri6923c5x/bdue_bw/